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Kunstautomat

Was einem nicht so alles auf dem Weg zum Bahnhof begegnet.

Das kann eigentlich nur Flensburg sein. An der Mauer hängt ein eindeutig zweckentfremder Zigarettenautomat aus den 80igern. Superschön bemalt, er läßt mein Auge vor der Installation verweilen. Für vier Euro wird hier Kunst verkauft. „Mist, ich habe keine vier Euro dabei!“ Also wenigstens ein Foto. Später google ich natürlich und siehe da. Die Idee kommt aus Berlin und Kunstautomaten sind viele in Deutschland verteilt. Also Augen auf und immer vier Euro dabei haben. „Kunst statt Kippe“, schon aufgefallen? Wir haben 9.000 Menschen in Deutschland, die an den Folgen von Corona gestorben sind. Mögen es 12.000 zum Jahresende werden, so stehen dem Virus 120.000 Menschen gegenüber, also die 10 fache Menge, die an den Folgen von Zigarettenkonsum sterben werden. Dann doch lieber Kunstautomaten, finde ich.

Zwischenstation Düsseldorf. Nach sechs Stunden Fahrt in einem etwas überfüllten RE und dann IC erreiche ich das Airbnb „Idyllisches Hinterhofzimmer“, meine Bleibe für die Nacht. 16 Jahre Düsseldorf haben anscheinend eben doch nicht gereicht. Zumal ein Handvoll Freunde, zwei Söhne den Aufenthalt sinnvoll machen. Am sinnvollsten ist der Abflug am Montag nach Faro, der nämlich ab Flughafen Düsseldorf geht.

Ein Spaziergang im Hafen, wo sonst?, endet in Roberts Bistro bei einer Bouillabaisse (Fischsuppe). Die Hälfte der Suppe lasse ich zurück gehen, zu salzig, mundet nicht, ich weiß nicht. Irgend etwas ist komisch. Eine halbe Stunde später liege ich im Bett meines Idyllischen Hinterhofzimmers und mein Kreislauf geht so Hopps, dass mir schwarz vor Augen wird und ich am ganzen Körper zittere, so dass ich den Notarzt rufe. Vorher nehme ich mir noch eine Beruhigungspille. Die nehmen mich direkt mit ins Krankenhaus. Na. Da wollte ich heute eigentlich gar nicht mehr hin. Die bärtige Schwester vom Dienst stellt normale Vitalwerte fest. Also Blutdruck, Fieber, Zucker, EKG etc. Dem diensthabenden ukrainischen Assistenzarzt muss ich ein Bluttest aus den Rippen schneiden. „Da musst Du jetzt aber 2-3 Stunden warten.“ Ich darf netterweise im Behandlungszimmer 2 der Ambulanz warten und die Vorräte an Mineralwasser aufbrauchen. Nach 45 Minuten sind die Blutwerte da. Alles im grünen Bereich. „Die Fischsuppe? Der antibiotikaverseuchte Zuchtlachs in der Suppe? Oder hat sich Wnuk einfach übernommen mit dem Tagesplan?“ Das Reise-Reise-Spiel muss ich wohl noch nen bisschen üben. Gut, dass ich nicht schon im Flieger nach Curacao gesessen habe. Dann wäre ich jetzt erst einmal in zweiwöchiger Quarantäne gelandet. Morgen neuer Tag. Kann nur besser werden.


Mitsegeln auf der MARLIN.

Ab November soll es wieder auf große Fahrt gehen. Die BVI’s, Sint Maarten, Antigua, Guadeloupe, Martinique, St. Vincent & the Grenadines, Grenada stehen auf dem Plan. Ab Mai 2021 geht es über die Bermudas und die Azoren nach Europa.


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  • 22:00:00
  • 02.07.2020
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