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Die Wüste lebt

Zurück im Reisemodus

Kurzfristig stand schon der Gedanke “Weiterfahren” im Raum, als wir heute morgen bibbernd aus dem kuscheligen Zelt in den grauen Himmel. gestarrt haben. Doch immerhin haben wir bei der Einfahrt in den Park eine Gebühr dafür bezahlt zum Aussichtspunkt Las Lomitas zu wandern, die können wir nicht einfach verfallen lassen, oder? Also wappnen wir uns mit einer Schicht Wäsche mehr gegen die Temperaturen und trotzen der morgendlichen Frische des Outdoorfrühstückes.

Nach einem kurzen Abstecher auf die Hügelspitze, auf der man das Mobilfunknetz empfangen kann, geht es kreuz und quer durch die Wüste zum Ausgangspunkt der Wanderung. Die Landschaft ist unwirtlich, unwirklich. Schön, abweisend, faszinierend. Bei mir lösen die kahlen Berge, ihre Schroffheit, immer wieder Beklemmungen aus, Micha ist völlig frei davon. Mag an seiner Vergangenheit als begeisterter off-road KTM-Fahrer zu liegen. Der Kontrollposten an den Lomitas ist geschlossen, zwischen 10 und 14 Uhr darf man, laut vergilbtem Schild, hier wandern gehen, aber wen interessiert das jetzt in der Nebensaison. Die Conaf-Mitarbeiter sitzen sicher lieber in ihrem Quartier, als darauf zu warten, dass alle fünf Tage mal ein paar Touristen den Aussichtspunkt erklimmen wollen.

Schnell haben wir den Parkplatz hinter uns gelassen, nur spärlich sind hier am Anfang die Kakteen zu finden, doch je näher wir dem Meer kommen, desto dichter wird der Bewuchs, denn hier holen sich die Pflanzen das lebenswichtige Wasser über den morgendlichen Nebel, der sich als Tau auf die Blätter und Kakteen legt. Und obwohl die Sonne mittlerweile vom kaltblauen Himmel brennt, spüren wir schon die kalte, feuchte Luft des Pazifiks, die uns entgegenströmt. Ein grauer Wüstenfuchs jagt plötzlich wie wildgeworden aus der Prairie auf uns zu und guckt uns halb ängstlich, halb erwartungsvoll an. Vermutlich sind wir nicht die ersten, die hier langgelaufen sind, und vermutlich waren unsere Vorgänger etwas freigebiger, was ihre Picknickvorräte angeht.

Nach fünf langen, staubigen Wüstenkilometern erreichen wir die Las Lomitas, den Ausichtspunkt, wo die Wüste steil aus 800m Höhe ins Wasser fällt. Eine grandiose Aussicht. Und irgendwie ist uns auf dem Marsch durch die Wüste auch der Ärger über geklaute Schuhe und zerschlagene Scheiben abhanden gekommen. Wir sind wieder zurück im zufriedenen Reisemodus, den wir in den Bergen des Valle Elqui gefunden haben. Der Tag findet ein perfektes Ende auf der Terasse eines kleinen Restaurants im Fischerdorf Pan de Azucar. Die Kinder schauen den Fischern zu, Pelikane watscheln auf der Suche nach Almosen über den Strand und auf dem Tisch stehen zwei Gläser Vino tinto.






  • 20:54:00
  • 27.07.2012
  • 26°09.0230'S, 070°40.0420’W
  • By Car / North
  • Parque Nacional Pan de Azucar
  • Peru
  • 17°
  • 0 kn
  • 0 m

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