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Das U-Boot RED PEARL alias MARLIN taucht wieder auf

Was in der Zwischenzeit passierte

Wir hatten eine tolle Zeit. Aber das hatte ich schon oft gedacht und dann gab es eine Bewertung bei handgegenkoje.de handgegenkoje.de, die mir die Fußnägel aufgerollt hat. Andreas Klein und Lena Sönnichsen haben mein Skipper-Leben verändert. Nun. Das war bestimmt ein Grund, der mich mental so unter Strom gehalten hat, dass ich etwas konstatiert gegenüber der Tastatur meines MacBooks war. Also fange ich den Absatz wohl besser noch mal von Neuem an – OHNE den alten Anfang zu überschreiben…

Ich hatte eine tolle Zeit mit meinen Mitseglern Olivia, Urs und Calle auf der MARLIN. Urs, der zumindest an der Oberfläche so tiefen-entspannt daherkommt, dass er alles im Sack hat, als eingefleischter patriotischer Schweizer; hat es sicherlich geschafft, ob gewollt oder ungewollt mag nun mal an zweiter Stelle stehen, ein Seemann zu werden. Ein Seemann muss nicht alles können an Bord eines Schiffes, sonder infiziert worden sein, mit den Planken die die Welt bedeuten. Nun haben wir keine Planken mehr an Deck, sondern solides Aluminium, die Auswirkungen allerdings sind die gleichen. Das er sein erstes Segelabenteuer direkt mit dem bekannten und berüchtigtem Skipper Wnuk hat, hat ihn dann wohl auch mit den richtigen Wassern gewaschen. Die Auswirkungen sind lebenslängliches Seefieber, was Urs noch nicht weiß, aber in den kommenden Jahren immer mehr zu spüren bekommt. Die Anwesenheit von Blume Olivia hat unser dreimännriges Leben an Bord verändert. Plötzlich sitzen die Herren der Schöpfung in T-Shirt am Frühstückstisch, die derben Sprüche über das andere Geschlecht fallen komplett anders aus. Nach einer kurzen Karenz Zeit entfaltet sich die Blume Olivia zur vollen Pracht und bestimmt den restlichen Verlauf der Reise nach dem Motto: Ich bin Profireisende! Ich will möglichst viel in den sieben Tagen an Bord erleben und mitnehmen. Urs nenn seine Bekannte liebevoll eine „Sympathische Schweizer Bergziege, die nicht stillsitzen kann.“ Und so gestaltet sich unser Weg. Zuerst einmal müssen grundlegende Bedürfnisse befriedigt werden. Nein, nicht was man so landläufig denkt. Es geht wirklich um aller vier Bedürfnisse. Tauchen und Kiten auf Union Island. Der Weg dorthin verschlingt eine kleine Ewigkeit. Ein wunderschöner Segeltag an allem vorbei was ich normalerweise besuche. Mayreau und Tobago Keys lassen wir links liegen. Bei Fregatte Island fällt der Anker. Calle muss schnell noch vor dem Abendessen einen Russenstart mit seinem Kite machen. Ich sichere ihn und lasse nicht los. Dafür habe ich ein paar Kratzer am Popo und Calle ist glücklich. Am nächsten Morgen gehen Blume Olivia und Urs auf Tauchstation. Micha und Calle hängen in den vier Leinen, die ebenfalls die Welt bedeuten, unter ihren Kites. Meine persönliche Erfahrung: Geil. Am nächsten Morgen der Muskelkater meines Lebens. Ich bin auf dem besten Weg mein Ziel zu erreichen, wieder an den Strand zu kommen, an dem ich bei ablandigem Wind gestartet bin. Alle vier treffen sich zum Sonnenuntergang auf der RED PEARL alias MARLIN. Das Abendessen ist der Hit. Alle tot vom Sport fallen um wie die Fliegen…

Man könnte Tage an diesem wunderschönen Platz verweilen, mein Calle, denkt Micha und vielleicht auch Urs. Aber es kommt anders. Wir verlegen an eine Mouring direkt hinter Happy Island in der Clifton Bay. Calle geht wieder aufs Brett, ich ins Dorf. Als die Sonne dem Horizont entgegenstrebt, vermute ich einen Sundowner auf Happy Island. Ich schrecke aus der Koje auf. Keiner zu Hause. Die farbigen Profi-Kiter machen ihre Kunststückchen am Happy Island. Die Menge grölt und jubelt. Urs war es doch so wichtig dabei zu sein. Hautnah. Blümchen und Ursli aber kommen erst später zurück vom Schnorcheln, haben dem Kite-Treiben aus der Schildkrötenperspektive zugeschaut. Versteh einer die Schweizer. Waren ihnen die Drinks zu teuer? Calle kommt auch irgendwann zurück. Ein Leinenunfall hat ihm einen Riesenknoten beschert. Er hat jetzt neue Freunde, die ihm beim Entknoten geholfen haben. Ich schmeisse die Spanish Makrel in den Ofen, ein paar Gewürze und Gemüse. Schon ist die Stimmung wieder da wo sie hin soll. Küchenchef Michael fällt tot um. Zuviel Kochwein?

Schnell sind wir da wo wir hinwollen. Schnell klarieren wir am nächsten Tag aus. Schnell segeln wir in die Tobago Keys. Schnell springt meine Crew ins Wasser und schnell gibt es eine Kleinigkeit zu essen aus Michas Küche. Wassersport macht eben hungrig. Das Lobsteressen gehört dazu und das der Skipper von der Bordkasse frei ist; mir ist es lästig das erklären zu müssen. Mir ist das unangenehm. Das ist einfach so. Faktum: Calle kommt nicht mit, Blume Olivia und Urs haben mit mir einen tollen Abend. Herzlichen Dank noch mal an dieser Stelle für die Einladung und Anerkennung meiner Dienste und Fähigkeiten als Skipper. War ein bisschen schwierig für alle. Heute. Zuviel schnell.

MARLIN reitet Olivia und CREW 54 sicher in die Prickley Bay. Als wir ankommen haben die Behörden schon zu. Nun gut. Dann bleibt meine CREW eben noch eine Nacht länger. No worries. Wir haben noch Hühnchen. Ich schmeisse den Druckkochtopf an und es gibt ein Sterne Abendessen dass mich selbst erstaunt. Normalerweise kocht Nathalie das Hühnchen in Kokosnussmilch.

Und um wieder den Faden vom Anfang aufzunehmen. Ich bewerte jetzt mal meine CREW 54, anstatt andersherum plötzlich an die Wand gestellt zu werden, zum Abschuß, so wie es Lena und Andreas von CREW 50 gemacht haben. Blume Olivia war mir zu schnell. Auch ein Profi-Reisender sollte sich Zeit nehmen. Die gleiche Reise hätte man auch in drei Wochen viel entspannter für alle erleben können. Es gab Höhen und Tiefen und alle haben das beste daraus gemacht. Es gab immer eine offene Kommunikation. Die CREW 54 gehört zu meiner Premium Crewerinnerung. Vier Menschen, die allesamt in einer Orientierungsphase sind, auf 40 Quadratmeter einzupferchen, ist ein Experiment. Das Experiment ist zu 95% gelungen. Saefty, Segeln, Essen und trinken war immer erste Sahne. Hey. Es war eine schöne Zeit mit euch. Gerne wieder. Fünf Sterne für meine Gäste. Punkt.



Mitsegeln auf der MARLIN!

CREW 55 Grenada - Antigua. Noch zwei Plätz frei!
CREW 56 Kite & Sail Expedition Grenadines.
CREW 57 Kite & Sail Expedition Los Roques.
CREW 58 Nike Steiger segelt die MARLIN gegen den Wind ins Paradies.

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  • 16:42:00
  • 20.04.2019
  • 12°00.0538’N, 061°45.7024’W
  • -°/ -kn
  • Prickley Bay / Grenada
  • Grenadienen
  • 30,6°C
  • 0-20kn/E
  • 0,0m

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