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Stetig kommen wir unserem Ziel Horta näher

Zwischen dem zwölftem und dem vierzehnten Tag auf See

“Ne. Ich schreibe da nicht ‚Dreizehnter Tag auf See’ Da kann ja werweisswas passieren. Mast fällt runter oder so!“ Uns trennen noch 24h um den Längengrad der Insel Flores / Azoren zu übersegeln. Wir segeln. Immer noch und immer noch relativ schnell für grade mal 11 Knoten Wind.

Harald, von der CREW 42 hat geschrieben. Er hat geschrieben, wie seine Zeit auf der MARLIN für ihn war. Für mich sind das wichtige Zeilen, die ich unzensiert für den Bereich Kundenreferenzen auf der marlin-expeditions.com Seite einbinde, wie immer wenn sie für unser zukünftigen Mitsegler informativ geschrieben sind. Bevor Interessenten ihre Zeit auf der MARLIN buchen, weiß ich, wird diese Seite intensiv studiert. Im Original schreibt Harald wie folgt:


Cuba Familienurlaub CREW 42

Barfuß in der Karibik. Die „Kinder“ fahren nochmal mit in Urlaub. Kinder stimmt ja nicht mehr: Leon ist schon 22 und Henry auch schon 19. In dem Alter ist Urlaub mit den Eltern ja extrem uncool. Es sei denn, das Reiseziel stimmt. Cuba. Und dann noch segeln in der Karibik zu den vorgelagerten Inseln, den Cayos. Wie toll ist das denn. Einmal fragen hat gereicht und beide sind sofort hellauf begeistert. Und was das für ein toller Urlaub war. Mit Skipper segeln kann ja schon mal kritisch sein und andere an Bord muss auch nicht unbedingt klappen. Die jungen Männer machen mit den Älteren Urlaub und sind dann auch noch auf engem Raum unterwegs. Mal schnell aussteigen geht dann ja nicht. Diese Bedenken sind aber auf der Marlin völlig unbegründet. Skipper Micha macht kurze und knappe Briefings und bindet die Junges gleich mit ein. Jeder hat dann so seine Aufgaben. Daraus wird im Verlauf auch eine enge Bindung, die unseren Jungs und auch Micha gut tun. Nicht nur an Bord, sondern auch auf den Partys an Land, wo zu cubanischen Klängen lässig mit den Hintern gewackelt wird. Bei den Cubanern sieht das ja auch gleich extrem elegant aus. An Bord gibt es immer viel zu tun, aber am Strand liegen und im flachen warmen Wasser Seesterne gucken oder mit Kokosnüssen werfen ist auch drin. Den Törn Rhythmus geben wir, die Crew 42, vor. Micha macht da keinen Stress. Er ist da, wenn was zu tun ist oder zieht sich zurück und macht irgendwas. Was das war und was er so alles gemacht hat haben wir erst hinterher im Blog gelesen. Das war schon eine Menge von der wir so gar nichts mitbekommen haben. Er hat uns da in Ruhe unseren entspannten Urlaub leben lassen. Auch cool. Geholfen haben wir dennoch immer gerne, wenn er unsere Hilfe brauchte.

Nach ein wenig Einweisung klappte das Segeln immer besser und wenn es erst gegen Mittag losgeht ist das auch nicht schlimm, ist ja Urlaub und irgendwie sehen wir das alle so. Aber das war ja bei weitem nicht das Tollste. Entschuldigung liebe Marlin, ist nicht bös gemeint. Du bist ein super tolles Schiff mit viel Platz und flott am Wind, absolut sicher und schneidig, mit bequemen Kojen …. Ein Boot zum verlieben, was man nie mehr verlassen möchte. Wir können Micha da schon gut verstehen.

Das Tollste waren die Ziele, die er uns gezeigt hat: türkisfarbenes warmes Wasser, in dem das Schwimmen im Sonnenauf- oder untergang ein Traum war, schnorcheln und entdecken der Unterwasserwelt, feinster weißer Sandstrand, den man ohne Sonnenbrille kaum ansehen kann. Cuba Lifestyle am Leuchtturm, auf Expedition mit den Insel-Rangern auf der Suche nach Krokodilen und Affen oder beim Sundowner, der sanft geschaukelt und nicht gerührt an der Süllkante am besten schmeckt. Die Trinkkokosnüsse, die man mit wenig Rum verfeinert und die dann nach viel mehr schmecken, waren immer en Highlight. In den bescheidenen Supermärkten mit den leeren Regalen und der ungewohnt mageren Auswahl sieht man die andere Seite von Cuba. Konsum wie in den westlichen Ländern gibt es hier nicht. Alles wird gebraucht und auch die alte ausgemusterte Bordbatterie findet schnell einen neuen Abnehmer und wird noch ein langes Leben fristen. Gefehlt hat trotz der „Armut“ nie etwas.

Armut ist ja auch relativ: wenig Konsumgüter aber viel Zeit für sich und andere. Entspannte Lebensart ohne Hektik – Cuba ist reich daran – weniger ist mehr lernt man hier. Und der fangfrischer Fisch vom Kutter frei Boot gegen Rum getauscht ist Gaumenkitzel vom Feinsten. Und wer noch keine Langusten a`la Micha gekostet hat, hat eben noch keine Langusten gegessen. Küchenarbeit wurde geteilt, jeder durfte mal kochen, aber besonders gut waren die Künste des Skippers. Unvergessen bleiben die hübschen Conches, die mühsam gesucht und ertaucht werden müssen, um dann nach harter Arbeit beim Öffnen 24h später in Zitronen-Sud mariniert, im Salat unglaublich zart schmecken. Tage, die wie im Flug, viel zu schnell vergehen. Kaum ist man da, geht´s schon wieder zurück. 2 Wochen sind definitiv zu kurz , um den Lebensrhythmus an Bord einzuatmen und runterzukommen. Ein guter Anfang, aber definitiv zu kurz. Ich persönlich freue mich auf die Atlantikpassage im Winter Ost/West nach Brasilien. Sofern mich der Skipper mitnimmt. Es kommen ja auch nur handverlesene Gäste an Bord. Ist auch gut so. Passt halt nicht immer jeder zu jedem und vorher wissen kann man das auch nicht. Hier hatte alles gepasst. Die Junges schwärmen immer noch und wir sind im allgemeinen Arbeitsalltag im Rückblick noch immer beseelt von einem tollen Urlaub mit maximalem Entspannungs- und Erlebnisfaktor, der noch lange nachhallt. Und wenn wir Sehnsucht haben, helfen die Blogeinträge und Bilder weiter. Danke Micha für einen tollen Urlaub

Skippers Anmerkung: Wer jetzt denkt, dass es immer toll war an Bord die ganzen Zeit. Der irrt. Auch mit den Menkers hat es mal geknallt. Klar. Wenn sieben Menschen für 2 Wochen auf ca. 55qm Lebensraum, an denen immer einer wackelt, zusammen leben, dann knallt es eben auch mal. Das gute daran, grade mit den Haralds Familie war die grundlegende menschliche Sympathie und Kompromissbereitschaft, die diesen Törn auch für mich zu einem Vorzeigetörn gemacht hat, wo ich mir dann sage: „Ist ja doch nen toller Job den du da hast und machst Micha.“ Danke an Harald und Familie für diese tolle Zeit.

Harald wird im Winter über Weihnachten und Neujahr mit über den Atlantik segeln. Da freue ich mich richtig drauf! Kurze 12 Tage Törns werden wir in der kommenden Zeit allerdings nicht mehr anbieten. Das hat sich als generell als zu kurz gezeigt. Drei Wochen ist schon mindestens notwendig um sich an Schiff und Besatzung gewöhnen zu können. Besser sind vier oder mehr Wochen an Bord insbesondere, wenn in diesem Zeitraum ein Ocean überquert wird, lange oder schwierige Strecke zu segeln sind. Wir erarbeiten derzeit Teilstrecken als Angebot auf unserer Website, die generell aber jederzeit Zu- und Aussteigen ermöglichen sollen. Insbesondere werden wir in Zukunft mehr Wert auf Landausflüge und geführtes Begleitprogramm legen. Wer Interesse daran hat, schaut regelmäßig auf MARLIN-Expeditions.com der Entwicklung unserer Angebote zu. Die Grafik zeigt die derzeitige Planung der MARLIN ab Oktober 2018 beginnend in Faro.Wer die Angebote nicht abwarten will kann sich jederzeit über unser Formular als Mitsegler bewerben.




  • 06:32:00
  • 25.05.2018
  • 38°42.5857’N, 034°22.1999’W
  • 90°/ 7,1 kn
  • Nordatlantik
  • Horta / Acores
  • 22°C
  • 12 kn/ 180°
  • 1 m

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