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Hafen

Angekommen. Und jetzt ab der Fisch.

Mit dem letzten Licht in den Hafen. Die LADY will nicht rückwärts anlegen. „Alte Ziege!“ Dann eben andersherum. Kalt ist es, aber Piriapolis sieht nett aus. Keine Hochhäuser. Die Leinen sind auf den Pollern und im Ofen liegt ein toter Fisch mit Gemüse im Wein. Fisch muss schwimmen. Ich hab die Heizung angemacht. „Scheiß Tach!“ 3 Knoten Gegenströmung. Mir reichts, ich bin froh im Hafen zu sein und die 15 Euro am Tag sind mir heute mal echt egal. Ich bin ziemlich ausgepowert. Der ganze Trip hier runter, 1011 Meilen, hat ganz schön geschlaucht. Und jetzt noch die letzten 40 Meilen nach Montevideo, 100 Meilen bis Buenos Aires. Das die noch mal so richtig reinhauen. Wer hätte das gedacht. Ich brauch mal nen bisschen Urlaub. Agustin wird in Montevideo von Bord gehen und ich muss mal die Seele baumeln lassen. Nur ein zwei Tage, das würde schon reichen. Nix tun, keine Probleme, keine Reparaturen, keine Wettervorhersagen, einfach nur aufs Meer schauen. Im Cockpit sitzen und nix tun, nix sagen.

Gegenan

Die Leiden des nicht mehr jungen W aus D.

Gestern Abend haben wir Miggel getroffen. Freund von Guido. Ein alter Lohhausener, den es nach Punta del Este verschlagen hat. 43, Filmproduzent und verheiratet. Zwei Kinder. Netter Kerl. Wir gehen zusammen in einem urigen Restaurant typisch urugayiansch Essen. Was es gibt? Natürlich viel Fleisch. Dazu Salat. Macht nicht dick, meint Miggel. Miggel ist auch nicht dick. Also Fleischdiat. Atkins heißt das in Deutschland. Oder?

Danach geht es ins “Mobby Dick”. Bier trinken. Hier versammelt sich alles was im Winter nix zu tun hat in der Geisterstadt. Eine Gruppe spielt Live Musik. Das Bier schmeckt mal wieder und recht früh sind wir auf der LADY und helfen noch nen bisschen mit Caipi nach. Kopfschmerzen hatte ich heute Morgen.

Und jetzt sind wir unterwegs. Das Wetter ist buchstäblich gegen uns. Wir motoren mit 2000 Touren gegen den SWW Wind und vor allen Dingen gegen die Strömung. Meter für Meter Richtung Piriapolis. Grade mal 20 Meilen, die es in sich haben. Nach Montevideo kommen wir vor Montag nicht. Und auch dann nur mit Motor. Armer Johann. In einer Stunde sind wir am Cabo Negro, dann können wir abfallen und Segel setzten. „Halt durch, altes Haus.“

Ich habe am unteren Toggel der Genua einen Riss gefunden. Nicht das mich das unruhig machen würde. Wir haben ja zwei Vorstagen, aber toll ist das natürlich nicht. Morgen werde ich mir das gesamte Rigg mit der Lupe anschauen. Und dann beginnt die Besorgerei. Mal schauen, wo ich neue Toggel herbekomme. Hoffentlich finde ich nicht noch mehr.

Wir werden immer langsamer. Grausam ist das. Bin ich froh wenn wir im Hafen sind. Sollte wenigstens noch so grade eben bei Licht klappen.



  • 17:00:00
  • 16.10.2010
  • 34°55.7300'S, 055°10.3600'W
  • 288°/3kn
  • Rio del la Plata, Uruguay
  • Buenos Aires, Agentinien
  • 19°/1019hpa 6/8 Sunny
  • 15°
  • 20kn/W
  • 3m/SW

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