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Besuch auf dem Mond

Besuch auf dem Mond

14:00 Kurz zum Gesundheitszustand der Besatzung: Natales Zeh ist noch nicht abgefault (hurra!), meine Migraene hat sich auch verdrueckt, nur der Skipper liegt jetzt niedergestreckt in seiner Koje und pflegt seine aeußerst hartnaeckige Erkaeltung. Genesungsgebete aus aller Welt sind sehr willkommen!

Gestern hatte er einen Tag frei von uns Maedels, wir sind zusammen mit Mike und Charmain zum Vulkan (Pico) gefahren. Nachdem wir stundenlang in der Stadt herumgelaufen sind, um einen Mietwagen zu organisieren, konnte es endlich losgehen: Ich und Natale auf der Ladeflaeche des Pickup, Mike und seine Angetraute vorne. Ging stundenlang aeußerst ansehnliche Serpentinenstraßen hoch, irgendwann sind wir direkt in die Regenwolken gefahren (jawoll, auch so was gibt es hier), nachdem wir so richtig nass geworden sind, haben wir uns zu den beiden nach vorne ins Cockpit gequetscht (ich mit dem Gesicht direkt an der Windschutzscheibe festgeklebt). Schließlich kamen wir oben an, und dachten, wir sind auf dem Mond gelandet: erstarrte Lavamassen in allen Farben und Formen, graue Asche überall, zerklueftete Lavafelsbloecke, die in den diesigen Himmel ragen, soweit das Auge reicht. Sehr unwirklich, sehr surreal, seltsame Felsformationen und mittendrin karges Gruen und vereinzelt Huetten. Tatsa!
!
echlich leben Menschen da oben, in dieser kargen Wueste, sogar ein Hotel findet sich dort (in dem wir uns dankbar aufgewaermt haben bei gab Reis mit Kartoffeln und Ziege). Die Kinder verkaufen kleine aus Lavastein und Stroh gebastelte Hütten. Leider haben wir es nicht ganz bis zum Krater geschafft (das haette noch mal vier Stunden Marsch bedeutet), also sind wir wieder runter, fasziniert und sprachlos von der Schoenheit der zerstoererischen Naturgewalt.

Auf dem Rueckweg haben wir uns noch ein wenig die Insel angeschaut, und nach vielen grauen und schwarzen Abschnitten zeigte Fogo ploetzlich sein tropisches Gesicht: saftgruene Haenge, Palmen, bunte Doerfer, kristallklares Wasser. Wunderschoene Ansichten boten sich uns, leider mussten wir nach ungefaehr drei Stunden Fahrt feststellen, dass wir nicht auf direkten Weg nach Sao F. zuruekkonnten, obwohl auf der Karte eine Straße eingezeichnet war. Also wir uns mit ausreichend Bier, Cookies und Chips in einem netten kleinen Mercado eingedeckt, den ganzen Weg zurueck, in die Nacht gefahren, mit wunderbarem Sternenhimmel und einigen falsch genommenen Abfahrten (Strassenschilder sucht man hier auf Fogo vergebens). Schliesslich gluecklich und unversehrt am Hafen angekommen.

Heute haben wir erfahren, dass die Strasse, die wir urspruenglich zurueck nach Sao F nehmen wollten und die auf ALLEN Karten von Fogo verzeichnet ist, noch gar nicht existiert. Sie ist nur in Planung, irgendwie, und da das ja eine gute Sache ist hat, man sie gleich ueberall eingezeichnet, sieht auch viel schoener aus so auf der Karte, eine Strasse, die einmal ganz um die Insel herumfuehrt. Tja. Da war selbst die reiseerfahrene Capitana baff.



  • 14:00
  • 03.11.2001
  • 14°55.20'N, 024°30.19'W
  • Porto de Sao Filipe/Fogo
  • -
  • 30°C
  • 3 NE
  • -

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