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Tag 14: Blackout

Hinter den Bergen mit den sieben Zwergen

Mein Hämoglobinspiegel aus der Konserve verleiht mir den ganzen Tag Flügel. Ich benehme mich einfach, als wenn ich gesund bin. Schaffe am Macbook. Bekomme Besuch. Sitze wieder vor der Kiste. Merke gar nicht wie es es später und später und später wird. Mein Bett ist seit dem Morgen frisch bezogen und steht unbenutzt da. Ich laufe herum im meinem goldenen Käfig und meine Gedanken kreisen in wilden Ellipsen um das Chaos in meinem Hirn. Es muss gegen zwei Uhr am frühen morgen sein, ich sitze am Tisch vorm dem Bildschirm, als mir plötzlich ganz komisch wird und mein Bewusstsein meinen Körper verlässt, ich das Gefühl habe, mich selbst von aussen zu betrachten und mich wie eine Drohne, selbst von mir selbst zu entfernen. Ich erinnere mich genau an dieses Gefühl, als ich vor ca. acht Wochen am Heck auf der Badeplattform der THALASSA stand, mir schwarz vor den Augen wurde und ich kopfüber ins Wasser gefallen bin. Ich sehe Maya und Lena aus einigen Metern Höhe, wie sie zu mir eilen und ich selbst sitze an einem See oder Meer, als die Drohne mit meinem Bewusstsein wieder zu mir kommt. Ich stehe auf, schliesse das Notebook in den Schrank und lege mich schnell ins Bett, drücke den roten Knopf.

“Kannst Du bitte kommen?“ Ich habe Nathalie in Form meines iPhones auf Laut auf meinem Bauch, als Schwester Josina auf der Bildfläche erscheint. „Was ist los?“ „Keine Ahnung. Mir ist das vor ein paar Wochen schon mal passiert…“ ich stottere vor mich hin. Atme langsam tief ein und aus und hoffe mein Bewusstsein wieder in Richtung normal zu bekommen, stattdessen werde ich nun schlagartig panisch und meine Gliedmaßen fangen an zu zittern. Diensthabende Ärztin Wiebke erscheint auf der Bildfläche. „Blutdruck?“ „200 zu neunzig.“ „Schluck das mal.“ Josina verabreicht mir einen Saft und legt mir fast zeitgleich eine Beruhigungstablette unter die Zunge. „Das wirkt in ein paar Minuten! Dann geht es Dir wieder besser.“ Wiebke telefoniert und die die Beiden wollen mich in die Intensivstation fahren. Nathalie ist zwischenzeitlich auf der Bühne erschienen. An der Tür stoppen sie. „Umkehrisolation. Mist. Wir können ihn mit 0.2 Leukos doch nicht mit anderen Kranken zusammen bringen. Eine Infektion jetzt ist lebensgefährlich.“ Ein Einzelzimmer auf der Intensivstation ist nicht frei. Großes Rätselraten. Die Medikamente schlagen an und ich werden langsam ruhiger. Der Blutdruck ist wieder auf Normalwert. Die Rettung erschein aus der Stefan Morsch Station. Schwester Anna hat noch ein Bett mit Monitor, einem Gerät das automatisch meinen Blutdruck alle paar Minuten misst und Alarm ins Schwesternzimmer gibt, frei bis zum nächsten Morgen. Nathalie kann wieder nach Hause, das Personal seinen Aufgaben hinterher, ich kann Schlafen.

Mein Fehler. Ich habe mich überlastet, nicht ausgeruht. Für Josina war es der letzte Abend auf Station. Sie wechselt zum in die Stammzellentransplantation des UKE Hamburg. Sorry Josina. War keine Absicht. Danke das Du so schnell reagiert hast. Danke an Wiebke und Nathalie. Ich werde mal nen Gang runter schalten.



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