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Am Start

Der Sommer beginnt am 3. Oktober

Der alte Argentinier hat mir ja vor zwei Wochen gesagt, dass er am dritten Oktober nach Buenos Aires fährt. Komisch, jetzt sind wir genau am dritten Oktober an der Startlinie, am südlichen Ende von Florianopolis. Keine halbe Meile und der große Südatlantik beginnt. Immer noch ist Südwind, aber morgen früh soll der auf Ost drehen und segeln wir los, den nächsten Schlag, bis nach Rio Grande oder weiter. Wer weiss.

Wir haben noch ausgiebig geskypt, sogar meine Töchter habe ich vor die Kamera bekommen. What nice! Jetzt bin ich natürlich wieder traurig, so weit weg zu sein. Wie auch immer. Der Yachtclub war der Hit in Bezug auf Duschen, Internet und Cafe. Der Platz hinter der Halbmole, doch, etwas unruhig. Aber gegen Mittag haben wir die acht Leinen gelöst und uns aufgemacht nach Süden. Gegen Wind, mit Strömung. Agustin meckert, dass es kalt ist, ich nehme mir eine Mütze um warme Ohren zu bekommen.

Die Wettervorhersage hat sich etwas geändert, aber es sollte gehen, ohne Gegenwind, zumindest nicht ganz so lange. Außerdem ändert sich die unterwegs ja doch immer wieder. Kennen wir ja schon. Ich bin etwas grippig. Heute Abend wieder früh ins Bett, ne Paracetamol vorher, dann sollte das auch gehen. Wir liegen vor Anker, der Schwell lässt die LADY mit dem Mast wackeln und alles ist gut.

Ich bin nicht besonders traurig Brasilien zu verlassen. So begeistert ich am Anfang von Rio war, so hat sich diese Begeisterung doch etwas in ein Fragezeichen verwandelt. Ich habe viel zu wenig gesehen von Brasilien, ich würde gerne ein Auto kaufen und einmal von Süden nach Norden fahren, einfach so, mit viel Zeit im Rucksack. Die Küsten sind so, wie man sie kennt. Touristen, Sandstrände. Wunderschön, aber nicht besonders aussagekräftig. Immer wieder muss ich an den Film über den jungen Che denken, wie er mit einem Freund und dem alten Motorrad nach Patagonien und über die Westküste nach Chile fährt. Hmm. Hmm. Manchmal ist viel Meer eben doch auch nen bisschen einseitig. Das Land hat viel mehr Facetten. Das ganze Denken, das etwas anderes auch seinen Reiz hat, ist aber unabhängig von dem Reiz meiner Reise über den Südatlantik. Die Crew für Trip III ist komplett, glaube ich, aber erst wenn auch alle, inklusive mir in Buenos Aires sind glaube ich wirklich daran und dann geht es los. Nach Südafrika auf 40° Süd. Doch. Das reizt mich, dass reizt mich sogar sehr. Warum muss man/Mann eigentlich immer an seine Grenzen gehen, fragt Kleinhirn an Großhirn? Tja, weil das so ist. Und ich freue mich, auch Stefan, auf Andreas und auf Michael. Eine lustige Truppe, die sich da gefunden hat. Ich bin gespannt wie eine Violinensaite was da abgehen wird.






  • 17:19:17
  • 03.10.2010
  • 27°50.5700'S, 048°34.9190'W
  • 0°/0kn Anker
  • Florianopolis, Brazil
  • Uruguay
  • 22°/10245hpa 4/8
  • 19°
  • 10kn/SE
  • 1,5m Swell

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