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Segel rauf, Segel runter

Segel rauf, Segel runter

20:57 Wird doch nichts aus der langen ungestoerten Nachtruhe, Micha weckt mich, der Wind ist wieder da. Son Mist grummel ich vor mich hin und versuche meine verklebten Augen wieder aufzubekommen.
Weiter geht es, sind uebrigens nur noch ungefaehr 650 Seemeilen. Ein Katzensprung, wenn wir einmal den Suedost erreicht haben.

18:50 Kein Wind mehr. Wir haben die Segel runter genommen. Batterien sind voll. Die ganze Nacht motoren muss also nicht sein. Wir legen wir uns hin und treiben mit 1 Knoten Richtung Fiji.

15:47 Wir stehen inzwischen in Etwa auf der Hoehe von der Australischen Insel Norfolk. Der Hochdruckkern und die damit verbundenene Windstille sind an uns vorbeigezogen. Das Baro faellt und leichte oestliche Winde kommen auf. Der Motor ist schon seit ein paar Stunden wieder aus und die Segel fuellen sich mit der leichten Brise und treiben die Lady leicht voran. Keine Welle nur langezogenene Wellentaeler des uebrig gebliebenene Schwells irgendwo aus dem antarktischen Suedmeer lassen einen ruhig im Cockpit sitzen und die Gedanken verlieren.

Die Vorhersage wird uns noch ein zwei Tage leichte noerdliche Winde auf die Nase bringen, was aber nicht zu einem Problem werden wird. Bald schon kommt ein neuerliches Hoch aus der Tasmansee, mit dem der naechste Schwung Segler aus Neuseeland Richtung Tropic gehen wird. Auch wir werden davon profitieren um recht rasch mit kraeftigem Rückenwind Vanuatu anzuliegen. Alles ist gut. Kein Sturmtief in Sicht. Segeln kann so schoen sein.

00:09 Ja, was soll es auch langweilig werden auf so einem Boot. Unsere Instrumente sind ja jetzt alle unter der Sprayhoud versammelt. Das Garmin GPS findet das gar nicht gut, den Baum genau ueber der Antenne. Poor GPS Coverage heisst das dann, ein entsetzlich nervendes Piepen faengt an, was man noch nicht einmal ausstellen kann. Wieder ein nervendes Projekt mehr. Aber nicht jetzt, nicht auf See.

Wir stecken mittem im Tief unter einer 8/8tel Wolkendecke, die aber so duenn ist, das der Vollmond durchscheint und ein leuchtendes Dach erzeugt. Es ist also die ganze Nacht hell wie in Skandinavien. Die Lady dieselt mit 1200 Touren dem 30 Breitengrad Sued entgegen. 48 Meilen noch. Also Morgen Mittag. Ab da zeigt sich eine Auflockerung und vielleicht Ende des Hochdruckkerns ab. Na, die Hoffnug ist mal wieder mir uns. Ich wuerde sogar mit Gegenwind froh sein. Bis zu den Tradewinds die ich auf 30S erhoffte wird es wohl noch 5 Grad weiter werden, also 25S. Das sind 300 Meilen. Das waeren drei Tage motoren. Igitt. Batterien sind ausreichend voll. Petrus, schick mal nen bisschen Wind. Ihr da in DL. Nun pustet alle mal nene bisschen.



  • 00:09
  • 03.06.2004
  • 30°48.63S, 173°14.36E
  • Suedsee
  • Vanuatu
  • 20,7°C
  • SW 1
  • 1

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