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Verkehrmittel

Neues Glueck kommt. Morgens um 6, voellig uebernaechtigt diesmal faellt der Anker vor der kleinen Stadt Bima. Nichts deutet auf Tourismus hin, man fuehlt sich versetzt in eine Reisereportage. Am Kai liegen riesige traditionelle Holzboote, Segelschiffe, mit denen Fracht von Insel zu Insel transportiert wird. Neben uns vor Anker, unsere neuen Nachbarn quasi, ein kleineres Exemplar. Wir gucken neugierig zu ihnen, sie zu uns. Eine ganze Familie scheint auf dem Schiff zu leben, Nomaden? Seefahrer? Das Holzboot ist liebevoll bemalt, gesegelt wird mit Lateinerrigg und als Beiboot haengt ein quietschgruenes Kanu am Heck.

Nach dem Fruehstueck ueberwinden wir die Schlafsucht und machen den ersten Landgang, auf zum Markt, zu Mangos, Ananas und Chilischoten. Bemos, die droehnenden Minibusse gibt es hier kaum, stattdessen ist man zu Pferd, besser gesagt, mit der Kutsche unterwegs. Was nach Touristenfalle klingt und eher an Wien oder Florenz erinnert, ist hier das normale Leben. Ueberall auf den Strassen hoert man das Klappern der Hufe, das Klingen der Gloeckchen, die die Ponies als Kopfschmuck tragen. 4 Indonesier, bzw. 2 Europaeer plus Kutscher werden in den kleinen wackligen Wagen transportiert, sehr romantisch und luftig ausserdem. Da kann das andere Lieblingsverkehrsmittel der Indonesier nicht mehr mithalten. Das Moped. Ich glaube, wir haben es noch nicht erwaehnt. Durch die Strassen jeder Stadt fahren hordenweise junger Spunde in engen Jeans, Lederjacken und Helmen. Was zunaechst nach Gangs und uebermuetigem Gebalze aussah entpuppt sich als Taxiservice. Gegen einen geringen Preis fahren die Jungs einen ueberall hin, inklusive Kartons, Kisten, oder was man sonst gerade dabei hat. Zum Beispiel werden auch gerne lebende Huehner an Stangen gebunden ueber den Ruecksitz gelegt und zum Markt transportiert, was nun unsere zarten und tierlieben Nerven doch etwas strapaziert hat.
Wir wussten gar nicht, wie viele Menschen auf einem Mofa Platz haben. Es ist keine Seltenheit den Papa am Lenker zu sehen, vor ihm sitzt der 7jaehrige Sohnemann, hinter ihm die 4jaehrige Tochter und noch dahinter die Mama mit dem Kleinsten im Tragetuch auf dem Ruecken.
Unglaublich.

Die Stadt ist dreckig, wie alle indonesischen Staedte, aber unsere Nasen sind eh noch verstopft, so macht der Geruch nichts aus. Trotzdem gefaellt es uns hier. Es ist erstaunlich, wie unterschiedlich die einzelnen Inseln sind. Hier auf Sumbawa fuehlen wir uns das erste Mal wirklich in einem muslimischen Land. Den Muezzin haben wir zwar noch nicht gehoert, aber Schweine sieht man nicht mehr und der Grossteil der Frauen traegt Kopftuecher. Zurueckhaltend und schuechtern sind sie aber keineswegs. Auf dem Markt muss ich regelrecht auf meinen Micha aufpassen, dass er nicht entfuehrt wird. Schamlos wird da ueber den Armen geredet, hemmungslos geflirtet und am Arm gezupft. Vielleicht lachen sie aber auch nur ueber den lustigen Mann, der seiner Frau hinterherlaufen muss und den Traeger spielt, waehrend sie mit den Marktfrauen auf schlechtem Indonesisch um die Wette feilscht. Feilschen gehoert hier mit dazu. Nach jedem guten Deal zu meinem Gunsten bekomme ich anerkennende Blicke, Schulterklopfen oder einfach nur ein Laecheln.

Zum Mittagessen gibt es scharf gebratene Huehnerschenkel, als besonderer Leckerbissen sind die Fuesse noch dran. Hmmmmm. Ich verzichte auf den Fuss, der Rest ist superlecker. Voller Magen, mueder Geist, mit Pony und Kutsche zockeln wir zurueck zur Lady und machen uns lang. Fehlt eben doch ein bisschen, der Schla…






  • 18:03
  • 24.11.2004
  • 08°26.73S, 118°42.35E
  • Bima/Sumbawa Island/Indonesia
  • Bali/Indonesien
  • 28°C
  • NW 2
  • -

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