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Angekommen, verfahren oder wie immer man es auch nennen mag

Angekommen, verfahren oder wie immer man es auch nennen mag

18:36 Natale und ich sind beide etwas genervt. Der Wind kam den ganzen Tag mit 3-10 Knoten auf die Nase, was die LADY so gar nicht bewegt. Wir haben Alor/Umapura verlassen obwohl wir uns gerade total voll in die Menschen verliebt haben und ueberhaupt bin ich der Meinung wir sollten nach Osten segeln und nicht nach Westen. Die Molluken, Salvassa, die Bajos, die Philippinen, der ganze Norden von PNG und die Solomonen, wir haben all diese wunderbaren Gebiete hinter uns gelassen uns steuern jetzt auf Bali zu. Warum? Es geht mir eigentlich nicht richtig in den Kopf, klar, da ist die Bordkasse, die den Namen eigentlich nicht mehr verdient hat, aber was soll es, die Menschen hier leben auch nicht fuer Sicherheiten, maximal fuer das naechste Paeckchen Zigaretten und von uns wird auch nichts anderes erwartet. Na ja, das ist jetzt ein etwas primitives Denken. Ach ich glaube ich bin einfach nur knatschig, wie immer, wenn wir irgendwo wegfahren, wo man eigentlich schon wieder haette Wochen bleiben sollen.

Holger erzaehlte mir in Neuseeland, dass nach dem Pazifik nichts mehr kommt. >>Fuer Sued Ost Asien muss man geboren sein und ansonsten ist man doch im naechsten Spaetsommer in Cuxhaven.<< Das mit Cuxhaven, werden wir wohl nicht schaffen und unser Baby wird wohl in Sued Ost Asien geboren werden. Ja, meine Gedanken bewegen mich schon wieder.

Wenn ich eine Ahnung haette, wie ich an eine professionelle neue Digialkamera, ein paar Objektive, einen Vertrag fuer einen Artikel und somit einer finanziellen Zukunft fuer das naechste Jahr kommen koennte, ich wuerde sofort, zum Schrecken unserer Familie, die Nase der Lady um 180 Grad drehen. Ohne Diskussion, keine Frage, Asien ist supergeil. Das mit den Piraten ist Supermuell, die Menschen sind aufgeschlossen, lieb, neugierig und offen zugleich. Wir koennen den Hals gar nicht vollkriegen und die Tage auf auf See um von einem Ort zum anderen zu kommen tragen wir als ueberfluessig ein. Statt brav jeden Windhauch auszusegeln ist uns jede Minute mit diesen Menschen wichtiger als der Liter Dieseloel, den wir vielleicht sparen.

So das reicht. Der mich inzwischen ein wenig kennt oder auch schon laenger, wird verstehen, wie ich mich heute Nacht im Bett waelzen werde, auf der Suche nach neuen Ufern, Ideen und Inspirationen. Maul, grummel, mecker. Morgen frueh ist das wieder vorbei.

02:42 Das Riff erwies sich als uninteressant, kaum Fisch, die Sicht nicht gut und ein Grossteil der Korallen kaputt. Wir vermuten, hier wurde mit Bomben gefischt, weit draussen, ein riesiges Riff und nicht viele Kontrollen. Der Haken faellt gar nicht erst, Micha betrachtet die Szenerie nur kurz mit der Brille und weiter geht es Richtung Flores. Unsere Zeit in Alor scheint vorbei zu sein. Auf zu neuen Ufern.

Die SE-Monsoon Saison ist vorbei, man merkt es, wir haben wechselnde Winde, alles lokal. Ein bisschen Landwind, der von den Bergen der Insel Pantar herunterpfeift, dann wieder ein kleiner Squall und wieder 2 Stunden Landwind. Dazwischen wird motort, der Daimler ist ja frisch gewartet und schnurrt wie Schmitz Katz. Alles gut auf der Lady, in ein paar Stunden erreichen wir die Nordostspitze Flores.



  • 02:24
  • 14.11.2004
  • 08°05.09S, 123°22.76E
  • Flores Sea
  • Flores/Indonesien
  • 28°C
  • VAR 1
  • -

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