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Langfahrt

Langfahrt

23:23 Mich hat es schon wieder erwischt, irgendwo in der Torres Strait hat mich eine der Muecken in den Hintern! gestochen, auf die ich allergisch reagiere. Erst wird es dick, dann rund und dann ein Krater. Ich hoere jetzt mal auf das weiter zu beschreiben! Gibt auch kein daypic. Auf jeden Fall schafft mein Immunsystem das nicht alleine. Heute dann vor lauter Schmerzen doch mit Antibiotic angefangen. In Bali muss ich mal zum Arzt. Generalcheck, Blutbild, nicht das da was im Busch ist.

Den ganzen Tag haben wir eigentlich mehr oder weniger mit Schlafen verbracht. Natale versuch immer noch zu lesen dabei, ich trage die Hitze und die Windlosigkeit einfach mit einer Muetze Schlaf weg. Doch immer noch genug Wind fuer 3 Knoten und dann kennen wir nix, das segeln wir, das koennen wir ab. Unter 2 Knoten machen wir den Motor nur an, wenn die Kneipenschilder schon zu erkennen sind. Dauert dann alles eben mal wieder laenger als geplant.

Dann gegen Abend kommt eine kleine Briese auf und ab geht die Rauschefahrt unter Passatsegeln, fuenf Konten und mehr... Ja das macht Spass. Wenn ich mit meinem entzuendeten rechten Hinterteil nur wenigstens vernuenftig sitzen koennte...

11:23 Es ist heiss, man merkt schon, dass wir uns wieder in der Naehe der Aequatorregion befinden. Ohne Widn ist es draussen im Cockpit kaum auszuhalten. Beneide gerade alle Boote mit ausladenen festen Biminis ueber dem Cockpit, auch wenn die einfach nicht meinem Geschmack entsprechen.
Drinnen ist es auszuhalten. Zusaetzlich hat Micha heute morgen einen kleinen Beluefter fuer die Seekoje aus einem Computerluefter gebastelt. Scheint toll zu sein, denn seit zwei Stunden liegt er dort und schlaeft tief und fest.

Heute Mittag mal Wasserspiele machen, eimerweise Meeresnass ueber den Kopf giessen und abkuehlen.

Wir bewegen uns weiter im Schneckentempo voran, drei Knoten Durchschnitt und fuer die naechsten Tage ist eher weniger als mehr Widn angesagt. Was solls, dafuer ist die See ruhig, alles hat seine guten Seiten....

01:14 15 Seemeilen querab passieren wir Cape Wessel, die noerdliche Spitze vom australischen Kimberland. Es ist ruhig geworden, der Wind dreht schon mal auf NE. Aber nur bis alles Segel geandert sind, dann wieder zurueck auf SE. Launen der Natur? Ich weiss nicht. Ich sitze erst in der Plicht, aber irgendwie fuehle ich mich beobachtet, dann wird mir das alles zu bloede, ich lese am Kartentisch die Reisebeschreibung von Karna und Klaus ueber die erste Reise der IRON LADY um die Welt. Die Beiden haben viel mehr Ausfluege ins Landesinnere gemacht, Kulturbesichtigungen und immer volles Programm. Klaus hat mir fast schon leid getan. Aber auf der anderen Seite kommt natuerlich Neid auf, weil wir manchmal wie in PNG nur die Marina, den Segelmacher (IDIOT!) und ein paar Supermaerkte sehen. Na ja, wenn man die Beschreibungen vom Alltag einfach weglaesst, hoert sich unser Segelleben bestimmt auch abenteuerlicher an, als uns es in manchen Momenten erscheint.

Geh mal die Capitana wecken. Es ist so ruhiges Wetter, dass sie in der Vorderkoje schlaeft. Cool mit offener Luke und Rauschen vom Bugspriet. Ist ja auch schoen. Muss man nur zu geniessen wissen.



  • 01:14
  • 15.10.2004
  • 10°43.42S 136°38.58E, 0
  • Arafura Sea
  • Kupang/Timor
  • 27°C
  • SE 2
  • 0,5

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