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Akas Timor Tours

Akas Timor Tours

Um halb sieben ging es los, Aka steht puenktlich mit Auto und Fahrer bereit um uns fuer einen Tag auf der Insel zu entfuehren. Normalerweise machen wir so etwas ja auf eigene Faust und ohne Fuehrer, aber diesmal haben wir kein Buch mit allen Tipps und Aka war uns so sympathisch und der Preis stimmte auch, dass wir kurzerhand Ja gesagt haben.

Landschaftlich ist Timor, jetzt, am Ende der Trockenzeit nicht der Rede wert, Es ist trocken, droesch, braun mit vereinzelten gruenen Flecken und ein paar Reisfeldern, wo Quellen sind. Auf den Strassen tummeln sich die Bemos, Mopeds und Ueberlandbusse, das Land ist dicht besiedelt, ueberall Huetten und Haeuser.

Zwischen den modernen Steinhaeusern findet man immer wieder traditionelle Huetten, die ein bisschen an Heuhaufen erinnern. Eigentlich bestehen sie nur aus einem Graswedelbedeckten hohen Dach, innen ist eine Decke eingezogen, so dass man nicht aufrecht stehen kann, dafuer ist ueber der Decke ausreichend Raum als Belueftung. Die Decken sind russschwarz und glaenzend wie Lack von jahrelangem Kochfeuer. Es wird of kalt, abends hier oben auf 800m Hoehe, so dass die Familien haeufig in den noch warmen Kochhaeusern schlafen.

Aka kennt hier jemanden und da jemanden, alle paar Minuten halten wir irgendwo an und bekommen etwas zu sehen, die eine Familie stellt Salz aus Meerwasser her, die naechste spinnt Garn aus Baumwolle mit der Hand, die naechsten Weben oder faerben die beruehmten Ikatstoffe. Es macht Spass jemanden dabei zu haben, den man Loecher in den Bauch fragen kann. Ein Besuch auf einem farbenfrohen Wochenmarkt in einem kleinen Dorf loest wieder viele Raetsel. Was ist das, wozu benutzt man diese Frucht, wie schmeckt das, keine Frage bleibt unbeantwortet. Staunend erfahren wir all die kleinen Unterschiede des Betelnusskauens, nicht dass uns die Erklaerungen zum Nachmachen animieren, aber interessant ist es schon.

Aka organisiert alles, Essen, trinken, alles ist im Preis mit inbegriffen, ebenso die kleinen Spenden, die er verstohlen den Familien zukommen laesst, die uns Einblicke in ihr Leben geben.
8 Stunden spaeter, als unsere Augen und Gehirne kaum noch mehr aufnehmen koennen, kehren wir bei einem Ikat und Antiquitaetenhaendler ein. Eigentlich ist er Lehrer und hat so gar nichts von einem Verkaeufer mit seiner zurueckhaltenden, hoeflichen Art. Fuer die Familien seiner Schueler verkauft er die Webarbeiten weiter, damit sie ihren Lebensunterhalt verdienen koennen, er selbst verdient nichts daran. Je nachdem, ob die Handarbeiten aus selbstgesponnener oder gekaufter Baumwolle gemacht worden sind, dauert es bis zu einem Jahr, bis ein Bettdeckengrossen Tuch fertiggestellt wird, natuerlich immer nur zwischen Kinder, Kueche und anderen Arbeiten. Es ist uns fast unangenehm, diese Jahresarbeit fuer gerade mal 50 Euro zu kaufen. Aber 50 Euro sind hier eine Menge Geld, mit der man eine Familie ein paar Monate ernaehren kann.

So viel Dinge sind auf uns eingeprasselt, auch auf dem Rueckweg stoppt Aka hier und dort. Aber der staerkste Eindruck ist eigentlich der der Freundlichkeit der Menschen, denen wir begegnet sind. Immer wird man auf der Strasse gegruesst, jeder versucht ein paar Worte Englisch an den Mann zu bringen, die Menschen strahlen und laecheln und niemand hat bisher versucht uns uebers Ohr zu hauen.

Morgen geht es weiter mit dem Leben in Indonesien....



  • 21:00
  • 26.10.2004
  • 10°09.45S 123°34.57E, 0
  • Kupang/Timor
  • -
  • 27°C
  • S 1
  • -

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