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Neuer Tag, neues Glueck

Natale kann immer so schoen positiv sein. Am Morgen paddeln wir an Land, holen Thorolf ab zum Fruehstueck. Er wacht richtig auf. Sein letzter Zivilisationskontakt fuer bestimmt einen Monat, dann rueckt seine Freundin nach. Wir quatschen uns fest, es gibt ein richtig Deutsches Fruehstueck mit Ruehrei, Patee aus dem Glas und Brot vom Chief Willie. Samstag morgen auf der Lady. Man merkt Thorolf an, dass seine zwei Jahre NZL to Mikronesia auf dem Segelboot nachhaltig gewirkt haben. Die See ruft und jetzt auf der Lady merkt man quasi, wie im Geiste schon sein neues Boot ausstattet. Ob er irgendwann wieder lossegeln wird? Bestimmt, sagt mir mein Gefuehl. Einmal Segler immer Segler. Oder auch nicht?

Spaeter besuchen wir im Nieselregen mit einem Chief Willie Soehne den Nanghol vom Fruehjahr. Es geht durch schlammige Wege, ein paar hundert Meter ueber die Strasse nach Bunlap, durch Fluesse und unter einer Kopraplantage durch. Ploetzlich steht der Turm vor uns an einem Hang gebaut. Vielleicht 18 Meter hoch nur mit Hoelzern der Natur und Lianen zusammengehalten. Alles ist schlammig vom staendigen Regen und wir rutschen und schliddern zum Turm hoch und versuchen uns vorzustellen, wie die jungen Maenner sich nur mit den Lianen an den Fuessen gefesselt in die Tiefe springen. Natale hat die Speicherkarte der digitalen NIKON vergessen, das hatte auch ich sein koennen. Mit der Spiegelreflex machen wir trotzdem Bilder, die gibt es aber jetzt nicht direkt zu sehen. Schade, aber kann man eben nicht aendern.

Zurueck im Dorf traden wir Angelleine und Haken gegen Gemuese. Gruene Papaja schmeckt wie Kolrabi, das verstehen die Locals zwar nicht, aber mit Dampfkartoffeln und ein bisschen Butter erzeugt das bei uns ganz heimatliche Gefuehle. Es zieht uns weiter. Das Ziel ist die Bucht vom Melsisi Waterfall, die liegt nur ein paar Meilen noerdlich an der Kueste von Pentecost. Wir kommen am Nachmittag an. Es regnet schon wieder den ganzen Tag. Beim Motoren sitzen wir hinter geschlossenem Niedergang, es ist heiss und drueckend, 95 Prozent Luftfeuchtigkeit. Es riecht von all den Sachen die einfach nicht trocken werden. Ich will mich ja nicht beschweren, doch kann dieses schlechte Wetter nicht irgendwann mal wieder fuer zwei Wochen Pause machen?

Fuer den Landgang reicht die Energie dann eben auch nicht mehr. Den Wasserfall konnten wir von der Ansteuerung zwar noch erkennen, aber wir verschliessen die Augen. Ich versuche eine Satellitenaufnahme zu bekommen, den aktuellen Wetterbericht aus Fiji, aber aendern, aendern wird es nichts.

Thorolf hat uns die aktuelle Ausgabe der YACHT und des SPIEGELS geschenkt. Das ist wie Weihnachten. Manchmal bekommt man ja ein oder zwei Jahre alte Zeitungen von anderen Seglern, aber auch das ist selten in Vanuatu. Jetzt sitzen wir hier lesen und schmoeckern und giggeln.






  • 22:30
  • 21.08.2004
  • 15°47.75S, 168°09.52E
  • Melsisi Bay/Pentecoast/Vanuatu
  • -
  • 24°C
  • SE 2
  • -

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