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Ankerfall im Nirgendwo

Ankerfall im Nirgendwo

Die Gribfile vom heutigen Tage für den Wind in vier Tagen verstehen wir auch ohne fremde Hilfe. Wenn wir die Lust am Segeln und ggf. den Mast der Lady verlieren wollen, dann könnten wir jetzt weiterfahren nach Richards Bay. Um das zu verhindern verstecken wir uns besser.

Die 30 Meilen nach Inhambane sind eigentlich nicht viel. Da gibt es eine Bucht, mein Fred. Er hat nur vergessen, dass diese eine Schutzbucht gegen den Südwind ist und wir haben nun mal NE 15 Knoten. Also steht da voll die See drin. Es ist aber keine Alternative in Sicht. Erst morgen Nachmittag können wir den Fluss hoch. Wir segeln maximale Höhe zur Küste. Auf dem Weg beisst eine Dorade auf den Haken, die es auf mich abgesehen hat. Ich sehe sie nur mehrmals 60 Meter hinter der LADY hochspringen. Das Game verliere ich. Eindeutig. Die Dorade gewinnt. ;-(

Die restlichen Meilen... Die segeln wir doch auch. Wäre doch gelacht. An der Fünfzig Meter Linie machen wir eine Wende und segeln nach Nordosten. Denkste. Die Strömung reißt die Schnauze der Lady auf einen Wendewinkel von 240 Grad !!! Wow. Jetzt muss Johann ran. Mit Marschfahrt geht es bei 2,5 Knoten Richtung Ankerplatz. Den erreicht ist es kein Unterschied zur offenen See, der Wind pfeift uns um die Ohren und die 2,5 Meter Welle tanzt mit der LADY. Aber egal. Der Anker liegt auf 15 Meter und wir haben Afrika erreicht. Hurra!

09:47 Auch das noch. Auf dem lokalen Wetternetz am Morgen erfahren wir, dass der Front mit den Südwestwinden irgendein diffuses Systeme folgen wird, das für mindestens weitere 4 Tage Winde aus südlichen Richtungen bringen wird. Nichts genaues weiß man, aber eins ist klar, sagt der Südafrikaner Fred, nach Richardsbay kommen wir so nicht. Er empfiehlt, umzudrehen und nach Inhambane zurückzulaufen und dort für ein paar Tage auszuharren, bis das Wetter wieder besser wird.
Das ist der Ort, den wir gestern Abend entschieden haben nicht anzulaufen. Zu dumm, Wetterbericht zu spät bekommen, nun stehen wir schon 40 Meilen südlich.

Aber es ist keine Frage, wenn die Einheimischen schon empfehlen anzuhalten und Pause zu machen, sollten wir nicht Superfamily spielen und mit Lady, Kind und dickem Bauch irgendwelche Stürme abreiten. Wende und zurück, frustrierend natürlich, jetzt gegen den Strom zurückzufahren, aber was will man machen, je näher wir der Küste kommen, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass wir die nordsetzende Gegenströmung erreichen.

Blöd ist vor allem aber, dass die nächste Möglichkeit über die Sandbank des Flusses zu kommen morgen Mittag um 14 Uhr ist. Aber vielleicht brauchen wir ja auch so lange für die 40 Meilen! ;-)

Eilig haben wir es jedenfalls jetzt nicht! ;-)



  • 09:47
  • 02.11.2006
  • 24°08.25S, 036°02.51E
  • Straße von Mozambique
  • Inhambane /Mozambique
  • 28°C
  • 2 NE
  • 1

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