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18:58 Was fuer ein Geburtstag!! Die beiden Skipper haben sich alle Muehe gegeben, mir an meinem Ehrentag ein abwechslungsreiches Programm zu bieten. Angefangen mit einem Geburtstagfruehstueck, zu dem natuerlich auch ein Geburtstagskuchen gehoerte. Nach umfangreichem Festzurren, Verknoten und Befestigen jeglichen Bordzubehoers lichteten wir den Anker und begannen unsere Fahrt nach Isla Grande. Anfangs schien die Sonne und ich durfte sogar Gustav den Autopiloten f|r eine Weile ersetzen und die Iron Lady selbst steuern. Nach knapp der Haelfte der Fahrt drohte uns ein Unwetter. Das Boot begann bedenklich zu wackeln. Zumindest f|r mich, die Landratte an Bord. Sicherheitshalber bekam ich eine Rettungsweste, damit ich nicht |ber Bord gehen konnte, wdhrend sich die beiden Skipper noch sicher und froh gelaunt auf dem Boot bewegten.
Gott sei Dank wurden wir von dem drohendem Gewitter verschont und sind wohlbehalten auf Isla Grande angekommen.
Die Insel strahlt eine voellig andere Atmosphdre aus als die kleinen Inseln auf den San Blas. Waehrend die San Blas hauptsaechlich aus wei_en Sandstraenden, Kokospalmen und Bambushuetten bestanden, findet man hier auf einmal Urwald, Berge und Huegel. Entlang der Kueste stehen dutzende Hotels, allerdings zur Zeit ohne Leben, denn erst am Wochenende trudeln hier die Touristen aus den Grossstaedten Panamas ein.
Mit dem Laerm der Bruellaffen im Hintergrund sto_en wir drei mit Sekt auf meinen Geburtstag an und genie_en den wunderschoenen Sonnenuntergang.

13:10 Wir sehen nur die Kueste, die aber gut, weil nach einem fantastischen Gewitter heute Nacht (Es waren drei Gewitter mit 2800 Blitzen! Tonnenweise Regen!) die Sicht hervorragend ist.

Regenwald, wir sehen nur Regenwald und motoren an der Kueste entlang, weil mal wieder kein Wind ist.

Ich denke die ganze Zeit ueber die Klimakatastrophe nach. Die Geschehnisse in Deutschland, in China, das El Ninojahr im Pazifik, die Segler, die keinen Wind bei der Pazifikueberquerung hatten und und und... Und den Regenwald in Brasilien.

Meine Meinung hat sich geaendert. Ich glaube inzwischen eher daran, dass die Natur viel anpassungsfaehiger ist als wir denken. Die Naturkatastrophen sind nur ein Zittern der Natur um uns zu zeigen, dass sie noch ganz anders kann. Die Menschen stellen sich so selbstverstaendlich in die Mitte und sind in Wirklichkeit so klein, so unwichtig. Ein Menschenleben ist nichts und die Gesamtheit ist irgendwie alles.

Die Korallen sind so sensibel und zeigen uns wie so viel andere Lebewesen und Pflanzen in der Natur, dass wir ziemlich viel falsch machen. Wir nehmen ohne zu geben, ernten ohne zu saeen und aendern laesst sich daran leider auch nicht viel.

So. Ich hoer jetzt mal auf so nachdenklich zu sein. Unser Gast hat Geburtstag, geniesst das Schaukel in der Duenung und ich jetzt mein erstes Bier.



  • 13:10
  • 23.08.2002
  • 09°34.65'N, 079°11.48'W
  • Povenir/San Blas
  • Isla Grande/Panama
  • 30°C
  • NW 1
  • 3

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