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Steinfall

Steinfall

10:01 Landfall kann man unser Manoever schon gar nicht mehr nennen. Mitten im Meer vor der kolumbianischen Kueste liegt ein grosser Felsbrocken der zu Venezuela gehoert und von einer Guarda Costa Station bewohnt, bewacht oder was auch immer wird.

Die Jungs nehmen ihren Job sehr ernst. Schon 5 Seemeilen vor der Insel um sechs Uhr morgens haben wir Funkkontakt ueber UKW und muessen etliche Identifizierungsnummern, Rufzeichen usw durchgeben. Doch als wir dann nach unserer Fracht und Beladung in Tonnen gefragt werden, versuchen wir nochmal darauf hinzuweisen, dass wir nur ein kleines Segelboot sind und zu Besuch kommen moechten. Aehnliche Missverstaendnisse weiter erhalten wir schliesslich die Erlaubnis einzulaufen. Um den Morgen perfekt zu machen zappelt an der Schleppangel ploetzlich eine pfannengerechte Dorade, Mittagessen gesichert.

Der Hafen in dem Felsen entpuppt sich als kleine u-foermige Bucht mit Betonanleger in der von einem zum anderen Ende ein dicker Tampen gespannt ist. An diesem kann man festmachen. Haben wir auch noch nicht gesehen, aber man lernt ja nie aus.

Die Guarda Costa in Form von drei Jungs um die zwanzig kommt an Bord und ist nett wie immer. Wir fuehlen ein endloses Formular aus und werden das erste Mal seit unserer Abfahrt aus Deutschland nach unserem Fuehrerschein fuer die Lady gefragt! Na so was! Wir duerfen tauchen mit der Kamera, die Insel besuchen und wenn wir Hilfe brauchen jederzeit vorbeikommen.

Ich glaube, die naechsten paar Tage werden wir wohl hier verbringen, auf einem Stein vor der kolumbianischen Kueste ;-)

03:00 Einhundert Seemeile suedwestlich von uns ist die Einfahrt in den Largo de Maracaibo. Venezuelas Goldgrube in Sachen Oel. Kein Wunder da, der ganze Frachterverkehr. Mischa ist wieder an den Tasten und versucht so nicht einzuschlafen. Wache um vier ohne Bier und ohne Zigarette ist hart. Die Delfine sind wieder weg, der Wind auch und die Wackelei geht wieder los. So nen Shitkram.

01:09 Schon beeindruckend, aufzuwachen und mitten durch dieses Wirrwarr von Weihnachtsbaumoeltankern zufahren. Lichter ueber Lichter, egal in welche Richtnug man schaut. Die Positionslampen, die anzeigen, ob so ein Koloss faehrt und wenn ja, in welche Richtung, sind manchmal nur noch schwer auszumachen. Doch mittlerweile haben wir Aruba und den Tankerparkplatz hinter uns gelassen und steuern wieder auf das offene Meer zu.

Mit uns reist seit dem Wachwechsel eine Delfinschule. Bei der Wachuebergabe sind sie auf einmal aufgetaucht. Kein Wunder bei der Geschwindigkeit, die wir im Moment fahren.
Delfine bei Nacht und fast Vollmond sind fast gespenstig, immer wieder erscheinen sie ganz nah an der Bordwand, teilweise springen sie hoch aus dem Wasser und fuehren ihre kleinen Kunststuecke im Schutze der Nacht auf. Ich geh mal wieder nach draussen, noch sind sie da!



  • 01:09
  • 26.04.2002
  • 12°21.15'N, 070°16.12'W
  • Karibisches Meer
  • Columbia / Islas Monjes
  • 26°C
  • 4 NE
  • 3

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