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ups and downs

ups and downs

19:24 Der heutige Tag geht mal wieder in die Annalen der unglaublichen Geschichten ein. Ausgeruht und gluecklich fahren wir am Morgen an Land, um endlich auf dem Markt bergeweise Vitamine in Form von Papaya, Mango, Tomaten und anderem Gruenzeug zu kaufen. Doch weit gefehlt, an der Jetty werden wir angehalten, marine police. Sie schicken uns saeuerlich zurueck aufs Boot, wollen das Boot kontrollieren. Und wir dachten, bis Montag haetten wir nichts zu tun. Doch der nette Hafenmeister von gestern entpuppt sich als voellig machtloser kleiner Angestellter der Verwaltung der Jetty, oder so aehnlich.
Die wirklich wichtigen lassen sich von den kleinen Wassertaxis zunaechst auf den Kat bringen, der auch gestern abend reinkam. Wir warten. 1 Stunde, 2 Stunden. Die sind immer noch auf dem Boot, was machen die da? Zwischendurch sehen wir einen Uniformierten Ankerkasten und Backskisten inspizieren, na, das kann ja heiter werden. Irgendwann kommen sie dann bei uns an. Freundliches Geplaenkel, woher, wohin. Personalien aufnehmen usw. Alles kein Problem, dann beginnt die Inspektion. Jede Schublade wird geoeffnet, die Bodenbretter hochgehoben, in den Kuehlschrank geschaut, unter die Betten im Salon. Auf unsere Fragen, was sie denn suchen wuerden, bekommen wir keine Antwort. Draussen stellt mir der andere Beamte weiter Fragen. Ob wir Tauchausruestung an Bord haben, ja. Er laesst sich die vier Flaschen und die Jackets zeigen. Oh, das wird teuer! Wie? Ja die Genehmigung kostet 250. Was auch immer, ich nehmen mal an US. Ja, aber wir tauchen doch gar nicht, wir liegen hier, weil es draussen morgen mit 40 Knoten aus Sued stuermen wird, weil wir kein Wasser und keinen Diesel mehr haben. Wir wollen 4 Tage hier in diesem schlammigen Fluss liegen und dann schnellstmoeglich nach Suedafrika. Egal, Genehmigung. Zeitgleich findet der andere unsere popelige Digikamera mit Unterwassergehaeuse. Das macht alles noch schlimmer. Wir sollen unsere Legalisierung und Genehmigung fuer diese Kamera zeigen. Wie bitte? Was? Haben die noch alle Tassen im Schrank. Ich rede mir den Mund auf Franzoesisch fusselig, aber es hat keinen Sinn, die beiden suchen nach irgendetwas, womit sie zu Geld kommen koennen. Da wir nicht freiwillig die Dollars rausholen, um den Spuk zu beenden, bestellen sie uns fuer Montagmorgen ins Office. Na prima, dann ist der Tag ja auch gelaufen.

Geschlagene 2 Stunden spaeter ziehen sie endlich ab, und ich bin sauer. Richtig sauer und das passiert mir eigentlich selten, ist eher Michas Ding. Wenn das Wetter nicht so beschissen aussaehe, wuerde ich mir 50 Liter Wasser holen, nen Kanister Diesel und 1 Kilo Moehren und sofort abhauen. Kaffee auf, echt. Das einzig positive ist, dass mein chronisch niedriger Blutdruck endlich mal auf Touren kommt. ;-)

Aber, was sollen wir machen? Wir koennen hier nicht weg. Also genehmigen wir uns im gegenueberliegenden Restaurant ein Mittagessen und ne Flasche kaltes Bier und hoeren uns die Geschichte unserer Nachbarn auf dem Kat an, die genau dasselbe erlebt haben. Ein Boot mit einer wissenschaftlichen Haiexpedition. Am Montag werden wir uns mit ihnen zusammen ins Office begeben, die Forscher vorneweg mit Kameramann und Fernsehausruestung. Man darf gespannt sein. ;-)
Der Backpackerladen versorgt uns mit Wasser fuer die Tanks, gutem Essen, einem schattigen Plaetzchen und der noetigen Ruhe, noch einen Stadtbummel machen zu wollen.

An der Kaimauer springen die Jugendlichen ins Wasser, schubsen die Maedchen, das alles zu lauter Musik, die aus teuren Autoanlage droehnt. Viel Haut und knappe Bikinis.
Auf dem Markt gibt es auch alles, was das Herz begehrt, Maya zeigt auf alles, was wir kaufen sollen, Bananen, Papaya, Aepfel, Birnen. Ham.
Alles wieder gut, die Crew ist besaenftigt. Jetzt gibt es noch geschmorte Putenkeulen und dann eine weitere Nacht tiefen Ankerschlaf.



  • 19:24
  • 04.11.2006
  • 23°21.95S, 035°22.59E
  • Inhambane/Mozambique
  • Richards Bay/Süd Afrika
  • 26°C
  • 3 NE
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