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Ausgebremst

Gedanken zur Navigation

Es war Nathalies Wunsch: „Mensch Micha, wir haben doch ein Radar oder hast Du das weggeschmissen?“ Nein, weggeschmissen nicht, aber seit der südenglischen Küste im August 2000 nie gebraucht. Und so ist es irgendwann in einer der blauen Kisten gelandet.

Wie ja schon kurz erwähnt sind hier im Beagle Channel, zumindest seit Ushuaia westwards, die Karten echt Müll. CMAP und Navionics zumindest. Eine Orientierung an Tiefenlienien, was ja gewöhnlich immer gut hilft, kann man wegen der Wassertiefen um die hunderte von Metern auch vergessen. Und was passiert, wenn man seinem siebten Sinn vertraut hat man ja gesehen. Rumms. LADY on the rocks.

Heute habe ich mir die Karten noch einmal genau angesehen. Vor allen Dingen die Papierkarten. Die sind ja nun auch Grundlage der elektronischen Karten. Mit Global Mapper habe ich die eingescannten Karten (Papier haben wir nicht, nur Übersegler) der chilenischen Armada nach den Längen und Breitenangaben auf den Karten kalibriert. Siehe da. Genau der gleiche Versatz. Die GPS Position der LADY trackt über Land. Mist!

Jetzt sind wir froh das Radargerät noch zu haben. Kiste raus. PC-Monitor etwas nach rechts versetzt, vier Schrauben dran, Kabel liegen noch unter der Abdeckplatte. Gut so. Sicherung eingesetzt. Start! Der grüne Bildschirm leuchtet auf, die Spannung steigt. Aufwärmtemperatur erreicht. X-MIT! Da sind die Küstenlinien um uns herum erkennbar. Prima. Jetzt können wir uns endlich wieder orientieren! „Warum kann der Computer nicht einfach die Radarinformationen auf dem PC darstellen?“, fragt Nathalie. „Kann er Schatz, aber unser Radar hat keine Schnittstelle, die die Daten liefert. Kostet ab 1.800 Dollar, neue Kabel, ggf. neue Halterung am Mast. Broadcast Radar.“ Wir sind uns einig, dass wir gut mit unserem alten Gerät leben können, wenn wir es denn dann mal brauchen.

Wir verlassen den Beagle Channel, passieren die chilenische Konrollstation Timbales. „Die wohnen aber schön!“, mein Nathalie. Ob Sie da aber wohnen will, wage ich zu bezweifeln. Sogar für eine Stunde die Segel setzten können wir. Um uns herum: Vier Wale, jede Menge Pinguine, eine Schule Delfine und ein paar Robben. Die Kinder stehen an der Reling und staunen als ein Minke Wal nur eine Bootlänge neben uns auftaucht und abbläst! Hurra. Zwei Liter Diesel durch Windkraft gespart. Das nächste Ziel ist bald erreicht. Die Caleta Laguna. Es fängt an zu nieseln. Nach dem Standardprogramm, Leinen legen, erobere ich mit Maya und Lena den Fluß, den dahinter liegenden See und wir sammeln Kalafate Beeren für Nathalie, die dringend mal eine kurze Auszeit vor dem Rest der Crew brauchte. Die Kinder haben Spaß, ich komme kaum hinterher durch dass Dickicht.

Die Lösung des Kartenproblems habe ich dann auch noch hinbekommen. In unserem Revierführer von Giorgio stehen die GPS Positionen der Ankerplätze. Als ich diese Positionen als Referenz punkte mit Global Mapper definiere stimmt unsere Position auf der gescannten Papierkarte.

Es regnet sich ein. Eine Front kommst aus West. Starkwind ist angesagt. Auf die Nase. Mal schauen wie wir weiter kommen. Erst mal warten wir ab.






  • 20:10:00
  • 14.03.2012
  • 54°53.4160'S, 070°27.5329'W
  • Landline
  • Caleta Laguna / Canal O’Brien / Chile
  • Canal Brednock / Chile
  • 10°
  • 20kn,NW
  • 0m

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