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Grenzübertritt

Von Couch zu Couch

Nicht nur wir haben heute die langwierigen Kontrollen am Grenzübergang hinter uns gelassen. Etwa zeitgleich mit uns erreicht eine Polizeieskorte die Grenze, in deren Mitte 10 Gefängnisbusse fahren. Entlang der Grenze stehen mindestens 100 Beamte des Grenzschutzes. Aus schwer offiziell aussehenden Limousinen steigen noch wichtiger aussehende Menschen mit sorgfältig frisierten, ergrauten Schläfen und Doppelreihern und schütteln sich bedeutungsvoll vor den Augen blitzender Kameras die Hände. Zwei Chilenen klären uns auf. Anscheinend handelt sich um ein Auslieferungsabkommen zwischen Chile und Peru. Um die 70 peruanische Drogenhändler, die seit Jahren in Chile in Haft waren, werden just heute an das Nachbarland ausgeliefert. Grüppchenweise werden die Ganoven von den Beamten eskortiert in die Busse des Grenzschutzes verfrachtet und nach Hause gebracht. Zunächst in ein peruanisches Gefängnis, werden wir informiert.

Dementsprechend lange dauern die Abfertigungen für Normalsterbliche und als wir endlich im Land der rot-weiss gestreiften Fahne angekommen sind, ist es mittag und Zeit für die Nahrungsaufnahme. In Tacna bekommen wir an der ATM unsere ersten peruanischen Soles und ein warmes Mittagsmenu für umgerechnet 2,50 Euro. Den Nachtisch sparen wir uns, denn das Restaurant mit dem deutschen Namen Cafe Zeit, macht seinem Namen alle Ehre. Nächster Stop Tankstelle, bleifrei kennt man hier noch nicht, dafür gibt es Biodiesel. Das Straßenbild ist deutlich bunter, die Musik in den Läden lauter und die ganze Stimmung einfach anders. Wir sind definitiv in Peru.

Über dreihundert Kilometer nach Arequipa liegen vor uns, wieder Wüste, doch die in regelmäßigen Abständen auftauchenden Flussoasen sind grün, saftig grün. Die Weinstöcke leuchten, Kartoffeln, Quinoa und Mais wachsen am Wegesrand und nach zweihundert Kilometern tauchen auch die ersten Bananenplantagen auf. Ein Blick auf das GPS verrät 17 Grad Süd. Waren wir nicht vor fünf Wochen noch auf 45? Während die Kinder auf der Rückbank mit Puppen spielen, philosophieren wir mit Blick auf die Wolken bei Sonnenuntergang darüber, was für eine unglaubliche Reise wir doch gerade machen.

Noch 100km bis Arequipa, da wartet Percy auf uns, ein neues Couchabenteuer.

Nachtrag um 18:57. Wiedergabe der Konversation der letzten Polizeistrassenkontrolle, der gefühlten zehnten an diesem Tag: “Guten Abend Señor, guten Abend Señora! Bereisen sie unser schönes Peru? Ja? Prima, hoffentlich gefällt es Ihnen. Bitte denken Sie immer an ausreichenden Sonnenschutz, die UV-Strahlung ist bei uns in den Bergen besonders hoch. Nach Arequipa wollen sie bestimmt, immer geradeaus, vorne geht es nämlich links nach Lima, Sie folgen bitte der Strasse weiter. Eine angenehme Weiterfahrt wünschen ich Ihnen.” Zum Abschluss bekommen wir beide einen kräftigen Händedruck. Wurden wir nicht gestern noch vor der korrupten peruanischen Polizei gewarnt? Bisher können wir uns nicht beschweren.






  • 17:44
  • 09.08.2012
  • 17°05.4374'S, 071°32.9173’W
  • By Car / North
  • on the road
  • Machu Picchu
  • 09°
  • 0 kn
  • 0 m

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