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Neunzehnter Tag auf See

Neue Woche – neues Glück!

Bis grade eben ist noch nix kaputt gegangen. Der Tag beginnt gut! 390 Meilen to go. Also noch dreimal schlafen bis Landfall, wenn der Wind so bleibt. Hmm. Hört sich verlockend an. Geht eben doch jeden Tag weiter, auch wenn man zum Schluss der Reise das Gefühl hat, dass es sich zieht und zieht wie Kaugummi. Vor ein paar Minuten habe zwei kleine Pfannengroße Golddoraden angebissen. Landnähe. Die eine hat sich noch im Wasser losgerissen, die andere an der Bordwand. Sei es ihnen gegönnt. Sie waren definitiv noch zu klein.

Natale, meint in meinen Berichten kommt immer so nen bisschen der Bootskoller durch. Sehe ich eigentlich nicht so, bin halt immer schon nen bisschen mehr der weinerliche gewesen, mein Schatz. Der, der es ganz gerne hat, wenn die Mädchen ihn mal kurz in den Arm nehmen um ihn zu trösten. Aber eigentlich ist alles ganz gut. Wir wollen halt jetzt alle ankommen. Was am Anfang aufregend war, ist auch an Bord zur Routine geworden, zum Alltag. Alle machen alles, fast alles und irgendwie hat keiner mehr Angst vorm Atlantik, vor den hohen Wellen und den Stürmen und was sonst noch so alles passieren könnte. Vielleicht sollte ich mich zum Ende meiner Wache mal auf der Saling verstecken und schauen was so passiert. Das wieder so ne richtige Michaidee. Ne, wat gemein. Soll ich das wirklich tun? Obwohl, die kennen mich inzwischen. Da muss ich mir schon was ganz besonderes ausdenken. Vielleicht ne Gribfile mit ausm Südatlantik mit 40 Knoten Wind Vorhersage fälschen. Hmm. Auch das bekommen die raus. Irgendwas brauchen die aber noch zum Abschluss. Mal schauen was mir einfällt.

Ansonsten passiert auf der LADY echt nix aufregendes. Unsere Bärte werden immer dichter und länger, nur bei Tomas ist irgendwie Flächenbrand, das sind Löcher drin. Und Eva, seine Frau droht damit das Schloß zu Hause auszuwechseln, wenn er den Bart nicht abschneidet, bevor er nach Hause kommt. Ich sag ihm natürlich, wenn er den Bart nicht mehr hat wenn er zuhause ist, bekommt er sein 1st Mate Certificate nicht, stattdessen den Weicheibrief! „Eva, der Dein süßer Tommylein sieht total sexy aus mit dem Bart, wir werden die netten Brasilianierinnen in Rio mal fragen, was die davon halten und schicken Photos!“

Von Thomas: Zur Versorgungslage auf der Iron Lady. 3 Tage vor unserem Landfall in Brasilien werden unsere Vorräte an Wasser und Food sehr übersichtlich. Es gibt kein Obst mehr, kein Gemüse (außer Kartoffeln und Butternut), keine Schokolade, keine Cola, keine Kekse, kein Mars, nur noch 10 Liter Trinkwasser in Flaschen und ca. 100 Liter aus dem großen Tank, Wein und Bier war ja leider sowieso nicht an Bord, kein Müsli, keine Eier, keine Milch. Wir haben aber noch genügend Kartoffeln, Nudeln und Reis und einige Dosen. Darunter noch eine Dose mit Hühnersuppe von Unox. Als ich diese Suppe vor einigen Tagen den Männer zu essen gab, habe ich sie gebeten zu raten welche Suppe das war. Keiner hats erraten und der Skipper hat gar nicht erst probiert Die Suppe schmeckte nach nichts und die Konsistenz war wie Tapetenkleister. Ging beim spülen kaum vom Teller ab. Ob die Chefs der Suppenfirma ihre Suppen auch selbst essen?






  • 12:30
  • 25.04.2010
  • 22°21.46'S 034°43.89'W
  • Southern Atlantic Ocean
  • Rio de Janeiro / Brasil
  • 27° 1016hpa 1/8
  • 28°
  • 10kn SE
  • 0,5m

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