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Unser privater Engel aus Deutschland schreibt

12:15 Also. Es ist bedeckt, regnet. Zum Ausgeich fuer den gestrigen Mondaufgang. So was hab ich wirklich noch nie gesehen. Die Matrosen, Kapitaene und Skipper liegen alle krank in den Kojen nur Nadja unser Engel von der Bodenstation arbeitet und teilt uns zum Korallensterben mit wie folgt:

War mal so frei und habe mal kurz ein bisschen recherchiert… Die Trockenheit in Afrika ist moeglicherweise fuer das Korallensterben in der Karibik verantwortlich. Ein amerikanisches Forscherteam fand einen fuer die Korallen toedlichen Pilz im Wuestenstaub, der ueber den Atlantik geweht wurde.
Der Geologe Eugene Shinn erklaerte, in den vergangenen 25 Jahren seien die Korallenriffe stark zurueckgegangen, waehrend immer mehr Wuestenstaub in den westlichen Atlantikraum transportiert worden sei. Wegen der anhaltenden Trockenheit und der Ueberweidung in vielen Regionen Afrikas nahm die Menge
des Wuestenstaubs zu; Forscher gehen davon aus, dass jaehrlich mehrere hundert Millionen Tonnen von einem Kontinent zum anderen wehen. Und nicht nur Korallen sind bedroht. >>Der Staub bringt viele Bakterien mit<<, sagte Shinn.
Deshalb sei jetzt ein Mikrobiologe hinzugezogen worden, der die Mikroorganismen im Staub untersuche. 1989 wurden etwa drei Zentimeter grosse Grashuepfer in einem Sandsturm auf die Windseite der Inseln geweht. >>Wenn die es schaffen, denken Sie an all die anderen Dinge, die es schaffen koennen<<,
sagte Shinn. In dem Bericht hiess es, der Staub reduziere die Sicht auf den Jungfraueninseln und fuehre manchmal zur Schliessung von Flughaefen. Er koenne mit Hilfe von Satellitenbildern leicht ueber den Atlantik bis nach Afrika
zurueckverfolgt werden. >>Unsere Hypothese ist, dass der Abbau der Riffe in der Region in Verbindung zur Zunahme des Staubs steht<<, hiess es weiter.
Duerre und Wuestenbildung in Afrika nahmen Mitte der 60er Jahre zu, verschlimmerten sich in den 70er und 80er Jahren und gingen in den 90ern wieder zurueck. Das grosse Korallensterben in der Karibik ereignete sich 1983 und 1987, Jahre, als besonders viel Staub ueber den Atlantik kam, wie Shinn
erklaerte. Eisen und andere Mineralien im Staub beeinflussten wahrscheinlich die Wasserqualitaet.

gruesse nadia

Wir danken Nadia fuer die Recherche und ich werde mal einen neuen Film in die Unterwasserkamera einlegen um den Friedhof der Kuscheltiere festzuhalten.

9:00 Da heute vermutlich kein vernuenftiger Logbuch-Eintrag zu stande kommen wird, nutze ich die Gelegenheit, mal vom Sozialleben auf der Lady zu berichten. Das Natale eine fantastische Zauberin in der Kueche ist, habe ich ja schon zum besten gegeben. Das hat aber auch leider den Effekt, dass zwischen Micha und mir ein offener Futterneid ausgebrochen ist.

Natale achtet natuerlich wie ein Luchs darauf, uns beiden gleich grosse Portionen zu geben. Argwoehnisch beobachtet man sich beim futtern. Ich bin ein Meister des >>langsam essen<<. Damit treibe ich Micha in den Wahnsinn, der denkt dann immer, er haette weniger gekriegt. Stimmt nicht, er hat es nur schneller herunter geschlungen. Dann guckt er mich mit seinen schoenen Dackelaugen an. Keine Chance, denn ich bin selber zu verfressen. ;-))) Obwohl ich ja nicht zur Fettleibigkeit neige, kann ich verhaeltnismaessig viel essen, wenn ich auch die Gelegenheit habe, es zu geniessen. Die habe ich hier und das ist klasse. Das wird wohl nur fuer kommende Gaeste der Lady einen Nachteil haben: Die muessen bestimmt mehr zur Bordkasse beisteuern als ich. Aehemm. Ach ja, warum kommt heute eigentlich kein anstaendiger Eintrag ins Logbuch? Also gestern ging der unglaublichste Mond aller Zeiten auf. Micha und Natale bestaetigten mir, das ich ein Glueckspilz bin, denn waehrend der gesamten Reise haben sie noch nie so ein Szenario erlebt. Denn waehrend ein blutroter riesiger Vollmond aus dem Meer aufstieg, versank in einem fulminanten Farbenspektakel die Sonne. Und ueber uns der Sternenhimmel. Alles gleichzeitig – wir haben den Mund nicht mehr zu gekriegt. In der Zeit floss eine nicht unerhebliche Menge Wein und Rum in den offenen Mund. Den Rest kann sich jeder denken. Auf jeden Fall hab ich Micha und Natale unter den Tisch getrunken. Unglaublich… denn waehrend die beiden Leiden, geht es mir erstaunlich gut… vielleicht noch.






  • 09:00
  • 28.02.2002
  • 11°47.83'N, 066°34.47'W
  • Las Roques/Buchiyaco
  • Boca de Cote
  • 27,5°C
  • 1 ENE
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