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Dosenfutter und IT-Fachkraefte

Dosenfutter und IT-Fachkraefte

Man mag es glauben oder nicht. Aber als dauerverstrahlte Computer-Kakerlake war es mir heute ein unbeschreibliches Erlebnis, Konservendosen von Ihrer Papierhuelle und anschliessend von der Restgummierung zu befreien. Den beiden war waehrend der Atlantikueberquerung eine Welle in den Salon geschwappt, welche die gebunkerten Konservendosen ueberspuelt hat. Die haben natuerlich dann angefangen zu rosten. Also muessen die 52 Dosen mit Suesswasser und einer Prise Spueli saubergemacht werden. Das war meine Aufgabe, waehrend die restlichen Rum-Vorraete in den unendlichen Weiten der Lady verstaut wurden.

Dann hab ich noch den Muell weg bringen wollen. Mark also mit Dinghi unterwegs (stolz wie Oskar). Anlegen kein Problem, auch nicht das ausladen. Ich gehe mit zwei dicken Tueten voller leerer Rumflaschen zum Container, da stellen mich vier Hunde. Boeses Gebell =96 ich mach den Larry und belle zurueck. Auf dem Weg zum Steg zurueck werde ich von drei venezolanischen Menschen angesprochen. Sie wollen irgendwas mit >>Computador<< und machen wilde Gesten. Bereitwillig neue Erfahrungen zu machen gehe ich auf Sie zu und schon sehe ich den >>Patienten<<. Ein Rechner, welcher schon Anfang der 90er Jahre seinen Zenit ueberschritten hat, wartet darauf von mir aktiviert zu werden. Ich tue mein Bestens und verkabele die Kiste neu, aber leider erhalte ich kein Video-Bild. Ich zucke mit den Achseln und versuche mit meinen zehn Worten Spanisch zu erklaeren, dass ich keine Ahnung habe, wobei ich nicht mal weiss, was eigentlich >>ich<< auf spanisch heisst.

Zum Dank f=FCr meine Bemuehungen erhalte ich ohne Nachfrage innerhalb von 15 Minuten drei eiskalte Polarbier. Ein Hund wird mir auch angeboten und wenigstens schaffen wir es, die Namen auszutauschen. Ziemlich betrunken finde ich zum Dinghi zurueck und bei der einsetzenden Dunkelheit gelingt es mir sogar, die Lady zu orten.

Natale und Micha scheinen nicht wirklich besorgt gewesen zu sein, sondern nehmen mit einem schelmischen Grinsen meine Story zur Kenntnis. Die Moral des heutigen Tages? Man muss nicht immer alles verstehen, sondern es manchmal geschehen lassen. Ein kleiner Augen-Blick und ein Wunder geschieht... und ich bin erst seit ca. 48 Stunden hier.



07:54 Mark lebt seinen schnellen Sprung ueber den Atlantik aus und bekommt mit, wie es in Wirklichkeit abgeht auf der Lady. Strand? Ne. Keine Zeit. Bunkern, organisieren, Papiere, Bodenbretter hoch und versuchen alles zu verstauen... Grosse Augen hat er bekommen und ist dann irgendwann einfach in seiner Koje eingeschlafen.

Schoene Musik hat er mitgebracht und seine Digikamera ist der Hit. Die daypics der naechsten zwei Wochen werden es zeigen.

Jetzt mach ich meiner Crew mal ne Fruestueck und dann kriechen wir wieder in die Bilge, Rum verstauen.



  • 07:54
  • 17.02.2002
  • 10°57.15'N, 063°49.86'W
  • Polamar/Isla Margarita
  • -
  • 26°C
  • 2 NE
  • -

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