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no wind

no wind

21:48 Noch hat sich nichts geaendert. Weiterhin kein Wind. Die Wasseroberflaeche wird immer ruhiger und glatter, wie ein Spiegel. Zum Abend wird alles in geheimnisvolles Licht getaucht. Stille, Spiegelungen auf der Wasseroberflaeche, intensive Farben und Quallen, die an unserer Lady vorbeitreiben. Mit der Kamera in der Hand laufe ich uebers Deck und versuche ein paar dieser verzauberten Momente einzufangen, es gelingt kaum, in Wahrheit ist alles noch schoener.
Nicht nur lang, und weilig und dahingezogen ist eine Flaute, auch wunderschoen kann sie sein, wenn man sich Zeit und Ruhe nimmt zu sehen und zu beobachten. Keiner denkt daran, den Motor anzuwerfen, wir sind alleine, hier draussen, warten auf den Wind und versuchen nicht die Natur zu bezwingen.
Zur Belohnung gibt es den schoensten Sonnenuntergang seit Ankerauf in Galapagos.

12:29 Wir stehen, treiben, was auch immer. Ab und zu traegt uns die Stroemung eine Meile weiter, ansonsten zeigt das GPS seit ein paar Stunden kontinuierlich 0 an.
Die Sonne brennt vom Himmel, ohne einen Windhauch ist es auf einmal unheimlich heiss. Wir spielen Ankerplatz und spannen das Sonnendach auf, segeln koennen wir eh nicht und so haben wir wenigstens Schatten.
Morgens waren wir schwimmen, im transparenten, tiefblauem Wasser und haben uns unser Hausriff angeguckt. Gerade am Heck leben Kolonien von Entenmuscheln, drumherum schwirrt ein kleiner Schwarm Rifffische, wie suess.
Muessen wir nachher mal abkratzen, kann man ja nutzen, diesen unfreiwilligen Boxenstopp!

Der ZWANTJE geht es auch nicht besser, wir stehen ungefaehr 40 Seemeilen auseinander, jeder in seiner eigenen Flaute. Zum Fruehstueck gibt es dann ueber Funk gegenseitig aufmunternde Sprueche und Lehrstunden zu seglerischen Themen. Tut schon gut, auch mal die Stimme anderer Menschen zu hoeren.

05:20 Das Warten lohnt sich wie immer und der leichte Hauch aus NE wird langsam etwas staerker. Mit etwas Glueck bleibt und der Wind am Tage erhalten und verstaerkt sich in den naechsten 48 Stunden. Pitcairn hat normalerweise den Wind aus NE mit 10-15 Knoten. Wuerde ja passen. Ich habe gerade getraeumt zu der versunkenen Bounty getaucht zu sein und Bilder geschossen zu haben. Wunschvorstellung? Die Bounty liegt dort in nur 8 Meter Tiefe vor der Insel, was die Phantasie anregt. Nathalies groesster Wunsch von gestern Abend: >>Ich moechte gerne mal wieder mehr als 10 Meter am Stueck gehen.<< Unsere dritte Woche auf See beginnt.

04:50 Ein leichter Windhauch schiebt uns an, immerhin 3 Knoten, man hat nicht mehr ganz so sehr das Gefuehl des Stillstandes.
Die letzte Wache hab ich nun auch hinter mir und wenn ich aufsteh, scheint schon die Sonne und alles wird gut...



  • 04:50
  • 07.04.2003
  • 16°28.18S, 115°33.60'W
  • Pazifik
  • Pitcairn
  • 26°C
  • VAR 2
  • 2

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