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Back at Home!

19:00 Tja, dassen Ding. So hatte ich mir das eigentlich nicht vorgestellt mit der Weltumsegelung. Nen dicken fetten Malaria-Vivax- Parasit. Nix da mit Dengue. Aber jetzt sind wir endlich wieder zu Hause auf der Lady. Was ist passiert.

Donnerstag – Fuehle mich beschissen, schwindelig. Waehrend der Nacht schwitze ich das ganze Bettlaken, Bezug und Kopfkissen voll. Schuettelfrost. Fieberschuebe. Vormittags nach Rengit, ein kleiner Ort um die Ecke. Blutprobe in einer kleinen Polyklinik abzapfen lassen. Wenn ich laenger irgendwo stehen bleibe bildet sich ein Pfuetzte unter mir. Kommt mir jedenfalls so vor.

Freitag – Scheiss Nacht. Fieber, Schuettelfrosst. Natale macht sich ernsthaft Sorgen. Die kommen mit den Ergebnissen nicht rueber. Nachmittags geht sie telefonieren und ich bekomme den ersten Vorgeschmack was Malaria heisst. Schlafe eine Stunde, dann 39,5 Fieber, wache im eigenen Saft auf, alleine, Angstvorstellungen, weine nur noch vor mir hin, denke zum ersten Mal das ich das nicht ueberlebe. Bin aber nicht klar genug um einen Gedanken zu fassen. Erste Halluzinationen. Natale kommt mit dem Ergebnis: Blutplaettchenwert im Keller. Verdacht auf Deguefieber. Sofort Krankenhaus. Ich stopf mich mit Novalgin voll und auf geht es nach Johar Baru. Erst mal nen Wagen besorgen, das dauert, mir geht es immer dreckiger. Dann 100 km. Ich kann mich kaum erinnern, nur das es zum Kotzen war. 40 Fieber. Notaufnahme, Tropf, Voltaren und Bett. Natale darf mit einziehen. Gott sei Dank.

Samstag – Sonntag – Montag – Tropf, Voltaren, Schwitzen, Frieren, irgendwie halten die Aertze das Fieber unten. Nach einer Woche soll alles besser werden. Es gibt keine Medikation gegen Dengue. Die taeglichen Blutwerte werden immer schlechter. Eigentlich wollte Natale morgen nach Hause fahren, aber irgenwie bleibt sie doch da.

Dienstag – Um vier Uhr morgens geht es los. Mein ganz privater Horrortrip. Keine Medikamente fassen mehr. Morgends, erster Verdacht auf Malaria im Blutest. Ich merke, dass da gerade was Neues auf mich zukommt. Gegen Mittag 40 Fieber und Natale packt mich abwechselnd mit 5 Decken ein, wischt mir das Gesicht kalt ab oder macht mir Wadenwickel. Irgendwie einigt sich Natale mit den zwei Aerzten, mir jetzt ein Blutprobe abzunehmen, weil jetzt die Malariaerreger nachzuweisen sind. Ich mache die Augen zu. Um mich herum nur noch Farbkaestchen, Strukturen die aus kleinen regenbogenfarbenen Wuermern bestehen. Alles bewegt sich wie in einem Kaleidoskop. Ploetzlich ein Blitz, rutsche in einen Computertunnel, mein Kopf haemmert, zwischen zwei Metallplatten die langsam von aussen aneinandergeschraubt werden. Der freie Fall durch den phosphordierenden Tunnel wird immmer schneller. Alles dreht sich um mich herum, das Zentrum bin ich. Immer schneller. Aus. Alles Schwarz. Filmriss. Ich bin mir sicher, das ich auf der anderen Seite angekommen bin oder jetzt in einer Gummizelle aufwache. Doch das naechste an was ich mich erinnern kann ist Natale ueber mir, die mir das Gesicht mit einem kuehlen Lappen abwischt. Gut das es diese Frau gibt. Die Laborwerte sind da: Malaria. Eine halbe Stunde spaeter bekomme ich eine Hand voll rote Smarties, drei Stunden spaeter geht das Fieber, mein Bewusstsein kommt wieder. Onkel Doctor sagt es treffend: >>Die Malaria hat Dein Hirn gekocht!<< Ich werde diesen Trip niemals vergessen. Mittwoch – Donnerstag – Freitag – Tropf, Medikamente und Genesung. Mein Koerper ist von der Tortur total platt. Schwindel, Sprachstoerungen !!! und jetzt noch eine Woche diese Pillen, die einen so dumpf machen. Hause. LADY! Morgen mehr, Micha kann nich mehr.






  • 19:00
  • 04.03.2005
  • 01°24.70'N, 104°09.77E
  • Sebana Cove/Malaysia
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