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24 Stunden unterwegs

Und es macht immer noch Spaß

Stefan / Seit Gestern der Skipper in des Nebelhorn zum Auslaufen geblasen (übrigens ein sehr emotionsgeladenener Moment für mich) hat sind nun schon 24 h vergangen. Die Stimmung an Bord ist noch gut – der Skipper hat schlechtere Laune angekündigt, da der übliche Nikotinentzug demnächst greifen wird. So schlimm wird das aber nicht, wie ich von meiner letzten Atlantiküberquerung mit Micha weiß.

Leinen los – was heißt das für uns?

Vier Männer im selben Boot – der Lady. Für die nächsten reichlich 30 Tage zusammen auf einem Segelschiff im Südatlantik. Das ist nicht jeder Manns Sache aber für alle Beteiligten ein Traum. Wir werden zusammenwachsen zu einem Team, welches die Lady in allen Situationen beherrscht. Heute weist der Skipper uns nochmal ins Langfahrtsegeln ein. Dies ist keine Ragatta, keine Materialschlacht – hier geht’s darum das Material zu schonen und möglichst keinen Schaden zu verursachen, d. h. rechtzeitig reffen, kein Schamfielen, wir wollen einfach entspannter segeln und entschleunigt ankommen. Man gewöhnt sich an den Bordrhythmus ziemlich schnell, die Wachen sind eingeteilt - ich immer von 12-3 Uhr, Skipper von 3-6, Andy von 6-9 und Micha von 9-12. Das ist wirklich entspannt.

Das Wetter trägt momentan auch zur Entschleunigung bei – außer wenn ich in meiner Wache am Mittag mal nicht gleich die Schot loswerfe und uns die Böe erfasst und auf die Seite drückt, da war ich noch nicht ganz wach – sorry. Sieht jetzt aber schon besser aus. Daisy – unsere Windsteueranlage – übernimmt! Ganz entspanntes Segeln bei bestem Wetter. Die Lady läuft wie auf Schienen durch`s Wassser. Andy bekommt ne Einweisung zum Brot backen und alle eine für das Mailprogramm – damit wir selbstständig mit den daheim gebliebenen kommunizieren können. Feine Technik, wenn wir die Zeit zum Schreiben finden. So, das Brot für morgen ist fertig – leichte Probleme es aus der Form zu bekommen – wir arbeiten dran. So jetzt noch ein wenig Schlafen und später die vom Skipper zubereiteten Nudeln mit Filet Streifen genießen.

Und auf die Fresse

Aber wir wollten es ja nicht anders

Skipper / Nach Leichtwind und am Wind Kurs SE, frischt der Wind wie angesagt auf 20 Knoten auf. Ostwind. Is klar. Bei 20 Meter Wassertiefe entsteht eine ekelerregende, steile Welle mit zwei Metern. Den Jungs geht es gut, der LADY auch, nur ich verschwinde für den größten Teil des Tages in die Koje. Das letzte Bier muss schlecht gewesen sein. Wir ändern die Bordzeit auf UTC. Das ist am einfachsten. Ich bin um drei Uhr dran. Um zwei ziehe ich mir meine Segelsachen an. Wann ich da wohl mal wieder raus kommen werde. Stefan sitzt im Cockpit, und die ebenfalls vorausgesagten Böen setzten ein. Reffen, reffen, reffen. Das Groß ist fast weg, die Genua zieht uns mit halber Größe hoch am Wind die Wellen rauf. Waschmaschine. 35-38 Knoten und die sind auch da. Aber die LADY macht das. Ab und an wäscht eine größere übers Deck… Upps, da kommt wieder ne Böe rein, ich muss ans Deck!



  • 04:45:00
  • 08.11.2010
  • 35°35.5700'S, 054°22.3190'W
  • 120°/4,2kn
  • South Atlantic
  • Cape Town, South Africa
  • 28°/1003hpa 3/8 Stary
  • 11°
  • 20kn/ENE
  • 2,5m/NE

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