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Krankentransport

17:46 Hoch am Wind rast die Lady weiter Richtung Suedwest. Einhandskipperin Natale hat alles im Griff und der Micha huetet weiter den Boden des Salons in der bekannten Ruecken SOS Stellung. Mit Natales professioneller aerztlicher Hilfe geht es so langsam wieder aufwaerts. Schon zweimal habe ich es heute fuer ein paar Minuten in die Plicht geschafft. Gut, dass wir die entsprechenden Medikamente an Bord haben. Hoffentlich passiert so etwas keinem der alleine unterwegs ist.

Ich denke, dass Natale auch heute Nacht wieder beidrehen wird. Das letzte Etmal ist 59 Seemeilen, mir scheint wir haben es immer weniger eilig… Das ist auch richtig so. Mit den ganzen Flauten und widrigen Winden koennen wir eh keine geschichtstraechtige Ueberfahrt mehr dokumentieren, also geniessen wir das Leben auf See, hier koennen wir uns wenigstens nicht aergern, dass ich mit meinem Ruecken nicht an Land kann, denn es ist ja kein Land in Sicht. 380 Meilen sind es noch bis Pitcairn, gerade jetzt wo wir uns dran gewoehnen auf See zu sein.

Mittlerweile hat Micha mir den Rechner wieder nach oben gereicht, brummelt aber weiter vor sich hin. Was? Also, er fuehlt sich zur Zeit wie in einem ueberfuellten Zug von Spanien nach Deutschland ohne Platzkarte. Im Sommer, wenn all die Interrailer auf dem Boden der Wagons campieren. Fehlt der Getraenkewagen und der Schaffner, die immer durchwollen. Dafuer klettere ich ja von Zeit zu Zeit ueber das lebende Hindernis hinweg und Micha verliebt sich immer mehr in meine Beine, die bekommt er dort unten am haeufigsten zu sehen! ;-)

11:25 Nach der sehr ruhigen Nacht frischt der Wind langsam auf und beschert uns fast 5 Knoten am Wind. Die Lady rast in einer leichten Schraeglage ueber das Wasser, dass es eine Freude ist. Keine Welle, kein Schwell, das ist wie Schoenwettersegeln auf dem Ijsselmeer.
Bei den Schilderungen all der tollen Erungenschaften der Hollaender und speziell des schoenen Sixthavens im Gaestebuch sind gleich nostalgische Gefuehle auf der Lady aufgekommen. Charly hat schon recht, viele wuenschen sich auf die Lady ins endlose Blau und wir moechten manchmal gern auf die Blumenwiese, oder eben in den cultigen Sixthaven.

Doch bald kommen wir an, auf Pitcairn, bleibt zu hoffen, dass der Skipper sich schnell erholt, damit er auch an Land kann…

07:27 Gegen 23:00 Uhr gestern abend schlief der Wind fast komplett ein, es wurde kalt und ungemuetlich im Cockpit und ich hundemuede. Also habe ich kurzentschlossen beigedreht, das Ankerlicht angemacht und mich in Koje gelegt, neben den Micha, der schon am Fussboden schlief. 7 Stunden ungestoerten, friedlichen Schlaf, welch ein Luxus! Hatten wir seit ueber drei Wochen nicht mehr. Nun wuensch ich mir, der Wind schlaeft heute nacht wieder ein, damit ich das auch tun kann!!!!

Wind hat gestern gedreht, kommt jetzt aus WNW, sehr ungewoehnich, weiter schwachwindig, aber heute keine Anzeichen fuer Gewitter. Micha geht es unveraendert, aber er haelt sich tapfer. Traegt mittlerweile eine sexy rosa Angorabauchbinde und seht zum Anbeissen aus. Alles wird gut.






  • 07:27
  • 15.04.2003
  • 21°57.83S, 123°27.77'W
  • Pazifik
  • Pitcairn
  • 27°C
  • WNW 2
  • 1

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