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Auf St. Helana – Thomas ist entschleunigt

Freundlichkeit – out of Germany

Schon der erste Mensch den wir auf unserer Reise außerhalb von Deutschland trafen war überaus freundlich. Es war der Customs-Officer in Captown im Flughafen, der uns keine Probleme mit der Einreise machte. Fast jeden Tag nach unserer Ankunft machten wir erneut diese Erfahrung. Ob es ein Kellner im Restaurant war, der schwarze Arbeiter auf der Nachbaryacht im Hafen, die Kioskbesitzerin mit deutschem Mann in Hout Bay, usw. Das war aber alles gar nichts gegen die freundlichen Menschen auf St. Helena. Jeder winkt und sagt dir Guten Tag, fragt wo du herkommst. Der übliche Run bei der Einreise zu Customs, Immigration, Port-Control, Health-Control ist hier kein Spießrutenlauf, sondern wir lernen wieder jede Menge nette Menschen kennen, die uns auch gerne über alles Auskunft geben. Auch für Smalltalk ist Platz. Eine Mitarbeiterin im Customs-Office war sehr interessiert an deutschen Männern und fragte wer kochen kann und solche Sachen. Ich bin natürlich sehr glücklich verheiratet. (Eva, ich liebe dich) Am ersten Abend in einer Bar lerne ich z.B. Mikel kennen, der auf der Insel für die Be- und Entladung der großen Schiffe zuständig ist. Am nächsten morgen zeigt er uns stolz sein Büro mit „kleiner Werkstatt“ an der Waterfront. Kleine Werkstatt heißt hier: z.B. ein Plasmaschneider und ein Kran bis 45 Tonnen, wenn ihr wisst was ich meine. Er hilft uns später noch ein neue Befestigung für unseren Alternator zu fertigen. Umsonst versteht sich. Als ich gestern joggen war und jemanden nach dem Weg fragte entwickelte sich sofort ein Gespräch über seine frühere Tätigkeit in Mönchengladbach und über St. Helena. Dies sind nur einige Beispiele. Heute morgen, wieder auf zu Fuß auf dem Weg zur Dental-Clinic weil mir die zweite Krone herausgefallen ist, fragt mich ein älterer Mann im Auto ohne jede Art von Aufdringlichkeit ob ich ein Taxi benötige. Ja gerne: „But we have to stop at the Bank that I can get money to pay you.“ Die Bank hatte leider noch zu. „No Problem. I will bring you to the Hospital. You don´t have to pay. It´s a present for you.“ Halloooo. Ein Taxifahrer der kein Geld nimmt. Unglaublich. Die 15 Minuten Wartezeit bis zu Öffnung der Praxis vertreibe ich mir mit Smalltalk mit einer älteren Nurse, die ebenfalls Probleme mit den Zähnen hat. Sie meint ich sollte mir vorher besser die Preisliste für Nichtinsulaner anschauen. Die Preise gehen bei 52 Pfund los und hören bei ein paar hundert Pfund auf. Ups, aber ich bin ja versichert. Als ich die Dentalklinik betrete kommt mir ein Schmunzeln entgegen. Ich war ja erst gestern da. Schnell hat der kompetente Zahnarzt die Brücke mit Zement geklebt und fragt nach unserem Zielhafen. „We are heading for Brasil“, (cooler Satz) ist die Antwort. Jetzt kommts: Als ich die Krankenschwester frage, was ich heute zu bezahlen habe schaut der Dentist noch mal kurz um die Ecke und verabschiedet mich mit: „It´s OK. Enjoy your trip.“ Hammer. Wer schon mal umsonst Taxi gefahren ist oder umsonst von einem Arzt behandelt wurde möge das bitte im Kommentar niederschreiben. Auf dieser Insel gibt es weder Crime, Neid, Raffgier, übersteigertes Geltungsbedürfnis, unfreundlichen Menschen, Hektik, usw. Die Art mit einer Cruisingyacht – nicht Luxusyacht – zu reisen trägt natürlich dazu bei sofort Kontakt zu den Locals zu bekommen. Vielen kennen diesen Effekt evtl. auch von Reisen mit dem Motorrad, Fahrrad oder anderen Formen von Individualreisen. Ich möchte nie mehr anders reisen. (Anmerkung des Skippers: Thomas ist nüchtern.) Leider müssen wir morgen weiter. Vorher hat uns aber noch der Bruder des Fahrers des kleinen Fährtaxis 100 Liter Diesel gebracht, die wir anders nicht hätten transportieren können. Gas haben wir leider nicht mehr bekommen. Es wird aber reichen. Die Wasser- und Dieseltanks sind gefüllt. Proviant wurde gebunkert. Diesmal auch schöne frische Sachen, die sich länger halten. Der Motor wurde inspiziert, der Spinnaker repariert, eine letzte Süsswasserdusche genommen und ein letzter Landgang gemacht. Wir freuen uns auf eine schöne Überfahrt und natürlich auf Rio. – Thomas, Crew IRON LADY






  • 22:22
  • 08.04.2010
  • 15°55.13'S 005°43.09.14'W
  • Southern Atlantic Ocean/St. Helena
  • Brasil
  • 27° 1015hpa 8/8
  • 25°
  • 10kn/SE
  • 1m Schwell

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