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Leere in mir

Stefan is wech!

Nach, ich weiß nicht mehr vielen Wochen, ist Stefan wech und davon. Heute Morgen um 6:00 habe ich ich ihn noch zum Bus gebracht. Direktbus bis zum Flughafen, so dass auch nix passieren konnte. Am Nachmittag hat er auch ein SMS geschrieben, dass alles glatt gelaufen ist. Jetzt sitz er im Flugzeug und es geht ihm bestimmt wie mir. Ich vermisse ihn.

In mir ist es jetzt leer. Keine Gedanken, keine Planungen, keine Verantwortungen mehr. Stille. Es ist einsam auf der LADY, melancholisch. Ich räume auf, repariere hier und dort ein bisschen, mache noch einmal eine ausgedehnte Siesta. Aber immer wieder klopft es and Boot und irgendjemand will etwas. Lukas, braucht eine Hand mit seinem Riesencat um an die Pier zu verlegen. Er braucht 700 Liter Diesel und ich schließe mich mit meinen vier blauen Kanistern direkt an, brauche grade mal 100 Liter. Bin froh die nicht zur Tankstelle oben an der Kreuzung holen zu müssen. Keine zehn Minuten später kommt Lukas wieder. „Gestern hat er mir Mañana gesagt. Heute schon wieder.“ Also den Riesencat, 45’, wieder durch die enge Marina, in die Parklücke. Aber er kann’s, dreht auf der Stelle, so lange kein Seitenwind aufkommt.

Mark, kommt aus Piriapolis an. Auf dem Weg in die Antarktis. Gut dass ich seine PACTOR Anlage schon in Punta del Este in Ordnung gebracht habe :-) Er will hinter mir am Steg liegen, also muss ich ein bisschen aufrücken, der Spanier vor mir legt Mittags ab. Ein Blick auf die Wetterkarte löst mein Unverständnis aus, aber er ist guter Dinge. Er erzählt mir, dass er sein Boot 8 Monate hier liegen hatte, ohne Probleme. „Südamerika“, denke ich mir nur. Warum darf ich nur 90 Tage? Aber egal, ich schiele auf ein Wetterfenster am Wochenende mit kräftigen Wind aus SW, dass mich nach Colonia bringen wird und im Moment sieht es gut aus. Nur sechs Stunden auf die Nase, dann kommt schon das nächste Tief angerattert. Mal schauen ob es so bleibt. Die sechs Stunden kann ich einfach beidrehen, da bin ich ja jetzt der König drin.

Gestern Abend gab es dann noch zum letzten Mal eine ordentliche Knoblauchvergiftung zum Abschied. Ich hab Stefan zum Abschluss ein Green Curry Chicken mit der letzten Kokosnussmilch aus Brasilien gemacht. Penny und Michel haben wir auch eingeladen und wieder den argentinischen Rotweinbestand dezimiert. Ja, aber damit ist jetzt Schluß.

Am Nachmittag zieht es mich noch mal in die Stadt. Laufen, Stadt und Leute gucken. Bootsflucht. Doch die Leere hält an, in mir Unruhe, kann ich nicht irgendwo auf einen Tinto hinsetzen, also fahre ich zurück auf die LADY, schaue mir noch mal das Wetter an und schmiede Pläne. Morgen mach ich den Kahn seeklar.






  • 21:32:00
  • 07.12.2010
  • 38°02.4690'S, 057°32.2960'W
  • -°/-kn
  • Mar de Plata, Argentinia
  • VAR
  • 23°/999hpa, stars
  • 12°
  • 0kn/VAR
  • 0m

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