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erste Eindruecke

19:55 Der erste Tag in Indonesien liegt hinter uns. Vollkommen erschlagen sind wir von den Eindruecken, haben zudem noch die PNG Zeitzone, zwei Stunden Unterschied, in unserem Koerper und sehnen uns nach langlegen und Koje.

Der Vormittag galt natuerlich zunaechst dem Aufklaren, ausmisten, ausmiefen und aufraeumen. Luken auf und raus mit Dreck und Segelmuff. Micha hat eine eigene Aufgabe, die 2 PS Seekuh wieder zum Leben zu erwecken. Der Strand ist steinig, 2 Meter Tidenhub, eine lange Weggstrecke um das Dinghi mit dem dicken 10 PS zu zweit bei Niedrigwasser auf den Strand zu ziehen. Es klappt, nach zwei Stunden schmirgeln und fetten, gutem Zureden und einem neuen Impeller, muht die Seekuh wieder, sehr indonesisch zugegeben, will heissen laut, aber das passt ja.

Mittags frischt es auf, Seebrise, der Ankerplatz wird rollig und ungemuetlich, wir testen die Seekuh und fahren an Land. Ueberall freundliche Gesichter, keiner spricht Englisch. Wir verstehen nichts, aber auch gar nichts, das Indonesischbuch haben wir an Bord vergessen. Wir laufen und laufen durch eine fast ausgestorbene Sonntagsstadt. Bemos, die lokalen Busse rasen mit lauter Musik an uns vorbei.

Vor einem bruchbudenhaften, zerfallenden Haus halten wir an, der Besitzer spielt vergnuegt mit einem 2 Monate alten Welpen auf dem Gehsteig, waehrend seine Arbeiter ein bisschen Steine klopfen und Draht verbiegen. Woher, wohin, innerhalb weniger Minuten kennen wir seine Geschichte, Friseur ist er, baut gerade seinen Salon um, aber das bringt kein Geld, also handelt er mit Lobster. Und schwupps, werden wir ins Haus gezogen, durch die Ruine eines plueschigen Friseursalons mit Becken aus Moerdermuscheln und roten Samtsofas, alles verfallen und verdreckt, ueber bergeweise Kanister und Styroporkisten bis hin zu den Betonbecken in denen sich Lobster in allen Groessen tummeln. Die Familie sagt auch kurz Hallo, inmitten des Bauschuttes muss man auf die anderen 5 Welpen und die restlichen 5 Hunde achten, die irgendwo faul inm Schatten liegen.

Begegnung der dritten Art, wir werden wieder entlassen, sollen jederzeit wiederkommen, wenn wir Lobster brauchen, oder einen Haarschnitt.

Weiter geht es zum grossen Markt. Fisch, Gemuese, Huehner, getrocknete Fisch, Klamotten, Sarongs, Kuechenutensilien. Hier gibt es alles. Der Geruch ist, na ja, gewoehnugsbeduerftig. Muelleimer gibt es nicht, die Schweine laufen rum, die Huehner. Trotzdem gefaellt es uns, die Einheimischen sind unheimlich freundlich und nett, wir kaufen koestliche Wassermelonen, Ananas und Eier und werden nicht einmal uebers Ohr gehauen.
Die Waehrung ist gewoehnungsbeduerftig. 10.000 Rupien sind 1 US Dollar. Soviel Geld in der Hand, staendig denken wir, Mensch ist das teuer, und stellen beim nachrechnen fest, dass es sich nur um Pfennigbetraege handelt.
Ein Ei 12 Pfennig, eine Wassermelone 50 Pfennig.

Den Rueckweg schaffen wir nur noch mit dem Bemo, 20 Pfennig, droehnende Musik, der arme Riesenmicha muss mit eingezogenem Kopf Platz nehmen. Vor Teddys Bar, dem Yachtietreffpunkt, wenn es denn Yachties gibt, ist ein Ramadanessenzelt aufgebaut. Ab Sonnenuntergang gibt es hier Salat mit Erdnusssosse, Sate mit ungeheuer scharfen Sossen, leckere Suppen und
sonstige indonesische Schweinereien. Wir probieren alles und werden zusammen 2,50 Dollar los. Ich glaube, die Ladykombuese ist ab heute geschlossen. Wir sparen uns Kerosin und Spuelmittel und gehen lieber aus…

Muede jetzt, fertig mit der Welt. Morgen einklarieren, auch das riecht schon nach Abenteuer…






  • 19:55
  • 24.10.2004
  • 10°09.45S 123°34.57E, 0
  • Kupang/Timor
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