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Schöner Leben

Es ist alles anders mit Familie.

Maya hat sich heute mit uns die lokale Schule angeschaut. Und wenn Sie sich morgen traut mit ihrer italienischbritischen Freundin Nina morgen in die Schule zu gehen, dann hat sie ohne großes Bewusstsein morgen noch mal einen ersten Schultag. Wer weiß, ich werde die beiden einfach mal hinbringen und mich vor der Schule platzieren.

Ich repariere neben der Klappe zur Motorsteuerung, die die Lust am Leben verloren hatte, mich. Die Luft hier in Piriapolis tut mir so gut, dass mein dicker Hals nicht mehr so dick ist und ich meine Magentabletten absetzten kann. Lebensfreude kommt auf und nach getaner Arbeit mir der dämlichen Klappe greife ich zur Flasche. Statt Wasserflasche erwische ich den Nitroverdünner. Wenigstens schlucke ich nix von dem Zeug runter sondern nippe nur ganz kurz. Marcia lacht sich tot. Ich spucke und spüle mit richtigem Wasser nach bis es nicht mehr geht. Dabei wollte ich mir nur die Epoxiklebereste von den Fingern abmachen.

Wir haben unseren Weg wiedergefunden. Ein Weg ohne direktes Ziel. Leben und Leben lassen. Nicht mehr und nicht weniger. Alle fragen sich ob die Kinder glücklich sind. Dazu muss ich denn mal nen Wort ablassen. Die Erfahrung vom Segeln zeigt, dass grade das Segeln total geil ist für Maya und Lena, weil Papa und vor allen Dingen Mama sich die ganze Zeit um sie kümmert. Es gibt kein Telefon, es gibt kein Internet, keiner sitzt Stunde für Stunde vorm Bildschirm und hat keine Zeit. Es gibt eine große Familienkuschelecke im Salon und ansonsten die ganze Zeit mehr oder weniger aufregende Sachen. Wir freuen uns schon auf den nächsten Schlag mit zwei Nächten. Im Moment sind Land und Leute angesagt. Andere Kinder von anderen Booten, Spanisch lernen und überhaut jeder Tag ist ein neues Abenteuer. Was geht? Alles ist gut.

Am Abend kaufen wir schnell noch zwei Kilo Rindfleich, was auch sonst. Osso Buco. Kostet 3,8 Euro das Kilo. Ist das jetzt günstig? Dazu viel Gemüse im Druckkochtopf, ein Pott Reis und eine Stunde später treffen wir uns auf der Mole, direkt vor der LADY. Es ist windstill, schon fast unheimlich, so kenne ich Piriapolis gar nicht. Die Kinder spielen, die Eltern quatschen, es wird dunkel, es wird spät, die Sterne stehen über uns. Schöner Leben.

Derweilen beschäftige ich mich mit dem südamerikanischen Wirtschaftsraum, der extrem schwierig ist. Um meine Lunatronic Produkte hier reinzubekommen bedarf es enormer Anstrengungen und der Zoll macht einem das Leben echt schwer mit enormen Zöllen, Agenten und Zolllagern. Aus einem eh schon teuren PACTOR Modem, wird dann ein noch teureres PACTOR Modem. Und ob das der Segler dort drüben noch haben will oder doch lieber selber beim nächsten Heimaturlaub kauft und privat einschmuggelt, das bleibt zu überlegen.






  • 21:33:00
  • 15.11.2011
  • 34°52.5100'S, 055°16.8600'W
  • 0°/0kn
  • Piriapolis / Uruguay
  • Mar del Plata / Argentinien
  • 22°
  • 3kn, VAR
  • 0 m

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