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Sashimi satt!

Mastbesteiger alias Hugo Boss

In der Nacht hat der Wind eine Pause gemacht und wir mussten für etwa 2 Stunden motoren. Dann briste es auf und mit nach und nach zunehmendem Wind geht es unter Segeln weiter unserem Ziel entgegen. Richtig mit Schräglage so hart am Wind wie möglich. Auch wir gehen „schräg“ durchs Schiff, können nicht mehr am Salontisch frühstücken, wir essen „auf der Hand“ im Pilothaus, den Kaffeebecher in der einen, das Brot in der anderen Hand. Dazu gibt es den Ausblick auf den schönen großen Atlantik, blauer Himmel mit Schäfchenwolken und Sonne satt. So kann es weitergehen. Es sieht vorerst nach einem ruhigen Segeltag aus, aber auch nur ganz kurz.

Wie gut, dass unser Skipper immer so gut auf uns und das Schiff aufpasst. Nacheinander schickt er uns nach vorn: „Und? Fällt Dir was auf?“ Nicht jedem von uns ist so schnell aufgefallen, dass das Bändsel, welches eine Verlängerung der Refföse des 3. Reffs bildet, sich am Mast verheddert hat und das Herunterlassen des Großsegels verhindert. Lösungsvorschläge werden diskutiert. Aber es gibt nur eine Lösung: „Jemand muss im Bootsmannstuhl nach oben! Das macht Michi, Ulli sichert.“„ Du machst Fotos! Du kannst doch zoomen!“ Damit war ich gemeint. Also: Ein Schiff, dass mit 30% Krängung fährt, ständig über 7 kn Fahrt macht und ein Mast der gefühlt mit einem Radius von 3 Metern ständig hin und her schwankt. Das Bändsel ist in über 10m Höhe. Michi lässt sich ganz routiniert im Bootsmannsstuhl am Mast laufend nach oben ziehen und löst das Bändsel. Und das während der Fahrt. Und mit ordentlich Bewegung am Mast und mit richtig Schräglage! Respekt! Sein Kommentar- wieder an Deck : „Von dort oben hat man einen tollen Ausblick.“

Von Martin von der First Step kommen gute Nachrichten. Sie haben einen großen Thuna gefangen, 16 – 18 kg Filets ….kaum zu glauben. Das muss auch alles gegessen werden, wenn auch nach und nach aus dem Freezer, aber der ist jetzt sicher voll und die Angel wird dort vorerst eingemottet. Na dann: Guten Appetit! Wir schauen weiterhin sehnsüchtig auf das Ende unserer Angel und am Spätnachmittag des 8. Tages auf See haben auch wir endlich Anglerglück! Ob das wohl mit dem Zünden der Glückslaterne vom Vorabend zu tun hat? Egal. Ganz aufgeregt schauen Ulli und ich wie Michi die Angelleine einholt nicht ohne Kommentare: „Langsam, damit er sich nicht los reist!“ „Halt fest!“ „Das ist ein Yellow Fin Thuna!“ habe ich sofort erkannt. Der Fisch zappelt noch, wird dann schnell ins Jenseits befördert und dann werden fachmännisch die Filets geschnitten, in der Freezer getan, alles geputzt und im Cockpit sieht es wieder so aus, als wär nix gewesen. Mein Wunsch einen Yellow Fin Thuna zu fangen ist in Erfüllung gegangen. Die Crew sitzt dort mit einem leichten Lächeln im Gesicht und freut sich auf die Delikatesse. Die gibt es dann auch. Sashimi satt: 2 Teller fangfrische Filetstückchen, die mit Wasabi-Creme und in Sojasauce getunkt auf der Zunge zergehen. Das gibt es nur auf hoher See!

Das war heute ein ereignisreicher Tag!

Gabi






  • 23:05:00
  • 22.06.2016
  • 36°38.0790'N, 044°33.1090’W
  • 48°/ 5.3kn
  • Nordatlantik
  • Azoren
  • 21°C /moon
  • 10kn/96°
  • 1m

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