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Bergfest

Die Mitte unserer Nordatlantiküberquerung ist erreicht

Und schlagartig schlägt der Wind um von West aus Ost. Gut, es hat fast einen ganzen Tag gedauert und wir haben drei Motorstunden mehr auf dem Tacho. Aber jetzt läuft die MARLIN wieder wie gewohnt mit lauem Lüftchen, macht aus 6 Knoten True Wind, 11 Knoten Fahrtwind und zieht sich und uns mit 5kn SOG in östliche Richtungen. Kein Anlieger auf Horta, aber die generelle Richtung zischen den täglichen Wenden stimmt. qtVLM spuckt sogar ETA’s raus, die gar nicht so verkehrt sind, aber außer der Crew keiner kennen sollte. Wir segeln bei wenig Welle mit 35 Grad am Fahrtwind. Unter der MARLIN gurgeln das Wasser, der lange Bug hebt und setzt mit einem sanften, satten „Wuschwummbuh“ alle drei Sekunden in die entgegenkommenden Wellen ein. Wunderschönes Segeln. Kann gar nicht schöner sein. Ich will gar nicht ankommen. Von mir aus kann das ruhig ein paar Tage so bleiben. Muss gar nicht mehr Wind sein. Das Bergfest liegt bei 803 Meilen seit Bermudas. Es ist deutlich angenehmer geworden vom Klima. Der Wind von vorn ist kühl und erfrischend. So habe ich die Azoren in Erinnerung. Demnach haben wir jetzt auch noch 803 Meilen zu segeln. Mittags gibt es ein Bier, für mich und Gabi alloholfrei. Ulli beruhigt den Skipper und steckt ihm eine cubanische Zigarre in den Mund. Die Stimmung ist festlich. 7 Tage zum Bergfest. Nicht schlecht, der Specht. Ab Nachmittag stellen sich Gabi und ich in die Küche. Gabi verwandelt ein gefühlten Kilo Zucker in einen leckeren Kuchen, zaubert Bratkartoffeln und ich mache den Steakmaster. Das Gemüse kommt jetzt aus der Tüte. Ein bisschen weniger knackig. Und der obligatorische Skipperkrautsalat fehlt natürlich auch nicht. Zur Feier des Tages brechen wir wie gewohnt das „No-Allohol 2 Sail“ Gesetz und auch ich genehmige mir zwei-drei Weinchen. Die MARLIN nickt dazu und segelt einfach mit Gustav, dem Autopilot weiter. So genau, wie Gustav die 35 Grad zum scheinbaren Wind einhalten kann und das über Stunden, ist ja nun eh unglaublich. „Finger weg vom Steuer!“ kommt mir über die Lippen. „Schwung aufnehmen im scheinbaren Wind dauert immer so lange.“ Am Ende des Tages versucht Micha noch einen Heißluftballon starten zu lassen. Leider landet der im Wasser. Hoffentlich bringt das jetzt kein Unglück.



  • 20:00:00
  • 21.06.2016
  • 36°17.0290'N, 046°21.5090’W
  • 80°/ 5kn
  • Nordatlantik
  • Azoren
  • 24°C /fully moon
  • 6kn/42°
  • 2m

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