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Zielspiel

Eiertanz auf dem Bicitaxi

Mit dem Bicitaxi macht man in Cienfuegos alles. Man spaziert in die Stadt, zum Markt und sonst wo hin. Aber zurück geht es dann meist auf dem Doppelsitz der klapprigen Kutschen. Taxi ist hier nicht angesagt. So ich heute zu Tankstelle. Da der große Außenborder jetzt funktioniert, müssen wir auch ordentlich Benzin mitschleppen. Die abgeschottete Achterpiek eignet sich hervorragend zur Aufbewahrung dieser ungeliebten Raffinerieprodukte. Mit den zwei leeren 22 Liter Kanistern geht es dann heute zur Tankstelle. Am Marina-Eingang fällt mir auf, dass ich meine Flipflops auf der MARLIN vergessen habe. Gibt wieder nen Satz heiße Füße ;-) Das nächste Bicitaxi ist meins und für zwei Pumuckel geht es zur Tankstelle. Auf dem Rückweg fällt mir ein, dass wir für die morgige Abfahrt noch eine Palette Eier und Malzbier brauchen. Ich verhandle mit dem Bicifahrer und drücke ihm 20 Pumuckel in die Hand. Er zieht los und ich stehe da und frage mich ob der jemals wieder zurück kommt. Würde ich an seiner Stelle einkaufen fahren und dann den ganzen Weg zurück? Oder den lieben Deutschen, deutsch sein lassen, die 20 Pumuckel einstecken und mir einen schönen Abend machen. Krazt, kratz am Hinterkopf. Ob das mal gut geht. Zuhause erzähle ich von meinem Vertrauen in die cubanischen Bicifahrer. Alle lachen mich aus und fangen an Wetten abzuschließen.

Seit Montag Morgen saß im Motorraum am Krankenbett unseres Generators. Ich habe mich selbst wieder die immer gleiche Frage gefragt: Lohnt sich der ganze Zeitaufwand, die ganze Liebe, die der Generator von mir bekommt? Mit dem Messgerät und dem Schaltplan vor der Nase, musste ich einen „Manchmal-Kurzschluss“ finden. Statt zu starten, fliegt eine der drei Sicherungen raus, wenn Nathalie oder ich auf den Startknopf unseres Elektrizitätswerkes drücken. Das ist echt nix für Anfänger. Ein dicker, verpackter Kabelbaum von etwa 30-40 Kabeln windet sich hinter einer Klemmenleiste. Gegen Montag Mittag gebe ich zum ersten mal auf.

Gestern Nacht habe ich den Kabelbaum dann in seine Einzelteile zerlegt und wirklich kurz vor zwölf zwei durchgescheuerte Kabel gefunden, die eben manchmal ans Gehäuse kamen. Heute habe ich noch einmal einen halben Tag damit verbracht den Kabelbaum wieder zusammenzubinden, möglichst so, dass das nicht mehr passieren kann. Aber irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass das nicht die letzte Reparatur war. Wer sich einen Generator ersparen will, dem würde ich wirklich eher eine zusätzliche Hochleistungslichtmaschine an der Hauptmaschine empfehlen. Wir haben die auch. Aber unser Yanmar suppelt sich so seine 8 Liter Diesel in der Stunde weg. Dann doch lieber Generator mit einem Liter. – Was? Auf jeden Fall hat die ganze Schrauberei aber doch sein Positives. Endlich hatte ich mal Zeit die Massefreiheit der Hauptmaschine und des Generators zu checken. Beide haben keine Masseverbindung zum Rumpf. Das ist schon mal sehr beruhigend. Auch die SSB & PACTOR Anlage ist massefrei installiert und hat keine galvanische Verbindung zum Rumpf. Am Bord PC muss ich allerdings noch mal nacharbeiten, wenn ich nicht grade den Generator repariere ;-)

Der Bicitaxifahrer kam übrigens ganz brav und ehrlich um vier Uhr mit den Eiern und dem Malzbier. Na dann können wir ja morgen den Anker heben.






  • 19:02
  • 19.02.2014
  • 22°07.5800'N, 80°27.3000’W
  • -°/-kn
  • Cienfuegos, Cuba
  • Cayo Largo, Cuba
  • 24°
  • NE/6kn
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