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Nathalie hat morgen Geburtstag

Dann lass uns mal nen Schwein schlachten!

So nen Schwein am Spieß habe ich mir ja schon immer mal gewünscht. Unser Fremdenführer und MARLINzerkratzer Aschley hat heue vorgeschlagen, doch zu Nathalies 39ten ;-) Geburtstag am 21ten, dass denn mal in die Tat umzusetzten. Cooler Schlachtplan. Morgen früh wandern wir zum lokalen Markt uns suchen das Schwein aus. Irgendwie auch pervers. Oder nicht? Mal schauen ob Nathalie nicht doch noch einen tierschützenderischen Rückzug macht. Wir werden berichten.

Mit Micha#2 war ich heute in Cayes. Ohne Einklarieren geht der Aufenthalt in Haiti nun doch nicht. Über diesen Besuch ließen sich nun schon wieder acht Seiten füllen. Ich versuche mich kurz zu halten. Mit dem Boot, der Fähre geht es die 6 Meilen übers offene Meer. Es regnet in Strömen. Alle hocken unter einer Plastikplane, der Kahn überladen. Ankommen tun wir auf einer Müllhalde, Baracken, Ruinen, Armut und offene Abwasserkanäle. Es war, anders kann man es nicht sagen, ein Albtraum. So etwas habe ich außer in Indonesien oder den Außenbezirken von La Paz in Bolivien noch nicht gesehen. Die Menschen, schwarz, malariaunterlaufene Augen. Arm, offen und ehrlich. Liebenswert. Tiefstes Afrika. Die Stadt voller Leben. Vielleicht liegt es aber auch nur am Regen.

Bei der Immigration landen wir in einem extra Raum. Leer. Uns wird offeriert, dass der Pass im Stempel 20 harte Dollar pro Person kostet. „Seit wann kostet die Immigration Geld?“ Nun gut. Is klar. Buchen wir unter Entwicklungshilfe. Der Officer und Ashley teilen sich hoffentlich das Geld brüderlich. Wir klarieren ein und aus! in einem Vorgang, zumindest auf meine Bitte. Und es klappt. Wir tauschen Geld und rennen hinter Ashley über den abenteuerlichen Markt. Zustände wie im tiefsten Indien. Dreck, Armut und Herzlichkeit vermischen sich. Während des ganzen Tages sind wir die einzigen Weißen in Cayes, die Leute zeigen mit Fingern auf uns. Ich fotografiere im Gegenzug Schwarze. Die Preise auf dem Markt steigen ins unermessliche wenn wir auftauchen und wir schicken Ashley mit Geld vor um unsere Einkäufe zu erledigen. Geben tut es alles. Fleisch, Gemüse Tabak und Rum. Reis und Kartoffeln, Fliflops und Zuckerrohr. Alte Frauen laufen mit lebendigen Hühnern unter dem Arm über die Straße. Wahrscheinlich hygienischer als ihnen vorher den Kopf abzuhauen. Ich versuche Micha#2s Laune hoch zu halten. „Also, wenn Du um die Welt segeln willst, dann musst Du das abkönnen.“

Der Rückweg ist ebenso beschwerlich, wie der Hinweg. Wir sind glücklich unser Schiff auf der Ille a Vache zu haben, sicher und romantisch liegen wir in dem kleinen Hurrikan Hole vor dem ansässigen Hotel. Etwa 40-50 Einbäume kommen uns jeden Tag besuchen. Jeder will einen Job. Reling polieren, UW Schiff säubern, Wäsche waschen und Müll mitnehmen. Wir wehren ab. Am Freitag laden wir vier halbwegs kompetente Männer ein. Entwicklungshilfe. ABM. Dann reinigen wir unter Aufsicht, was hier einfach dazugehört. Und investieren noch mal 30-40 USD in Haitis Bruttosozialprodukt.

Aber erst einmal hat Nathalie Geburtstag. Die Kinder sind schon total aufgeregt. Sie haben einen Kuchen gebacken. Dutzende von Geschenken gebastelt. Einen Kuchen gebacken. Schön. Unser Schneckenhaus die MARLIN zu haben. So, jetzt schnell wieder ins Cockpit,noch einen Rum zusammen und dann von fliegenden Schweinen träumen, vom Segeln, dem ehrlichen Leben auf den Planken, die für uns die Welt bedeuten.






  • 22:27
  • 20.11.2013
  • 18°06.2177'N, 73°41.5349’W
  • -°/-kn
  • Ille a Vache / Haiti
  • Santiago de Cuba / Cuba
  • 28°
  • E/2kn
  • 0,5m

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