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AGAIN UNDERWAY

Töfftöff und dann wieder geschwind durch das Azorenhoch

DAS WICHTIGSTE ZUERST: Heute vor 13 Jahren ist Maya geboren worden. Herzlichen Glückwunsch an das Segelkind auch an dieser Stelle. Ich bin der stolze Papa der Maya, die inzwischen fast so groß ist wie die Mama. Na denn mal tau.

Scheint, als wenn es still geworden ist in meinem Skipperleben. Doch der Schein trügt und dem ist aber ganz und garnicht so. An Bord gekommen ist die CREW 46. Torsten S. habe ich nach dem ersten Probesegeltag direkt umbenannt in Buddy. Dann gibt es noch Jana und den zweiten Torsten, wodurch es immer wieder zu Verwechselungen gekommen ist bei den Manövern. Ging ja garnicht. Aus CREW 45 sind noch Hana und Helen an Bord mit denen ich ja quasi schon verwachsen bin.

Einfach haben es die „Neuen“ erst mal nicht. Nach 3.200 Meilen braucht der Skipper auch mal ein Päuschen und das Wetter ist widrig. Wir verbringen die erste Nacht nach dem Auslaufen aus Horta in Picos Hafen Madalena weil Velas gegen Wind und Welle nicht ohne Klimmzug zu erreichen ist. Schlechte Idee Skipper Wnuk. Im Hafen steht Schwell und Surf an der Pier, dass es fast die Leinen bricht und einen Fender aufschürft. Mit dem Morgen kommt noch mehr Schwell (So stelle ich mir die Osterinseln vor!) und ungemütlich pfeife ich zur Abfahrt. Nix wie weg aus dem Loch.

Gegen Mittag erreichen wir Velas an der Südküste von Saoo Jorge. Meine Kunden und Freunde, Danny und Benny von der SY HAPPY DAY (Schweizer – Was sonst?) haben uns einen Platz am E Ponton der Minimarina besorgt. Wir fahren vorwärts rein – Aber wie kommen wir da wieder heraus? Das gibt wieder graue Haare. Das Erste was folgt ist ein „Apero“ – Die Lieblingsbeschäftigung der Schweizer. Man sitzt zusammen, hält ein Schwätzchen, trinkt lokalen Wein und Bier und dazu Häppchen. So ein „Apero“ kann man mehrmals am Tag machen. Oder auch durchgehend. Wenn ich nicht immer irgendwann abschalten würde, weil natürlich alle in diesen Schweizer Dialekt einfallen, wo der fröhliche Nieder-Rheiner Wnuk nix mehr versteht.

Die CREW geht verproviantieren und ich widme mich mit Buddy 12 Stunden Generator Erika. Die funktioniert nur noch, wenn man sie brutal mit einer Plastikspritze und 25ml Diesel direkt nach dem Anwärmen durch den Ansaugkanal anregt. Dann läuft sie ganz normal. Na? Einspritzpumpe? Oder Einspritzdüse? Am nächsten Tag nimmt Buddy die Düse mit auf Sao Jorge Sight Seeing und ich nutze den Tag um endlich mal in Ruhe mit meinen Lieben, Liebsten, Mitarbeitern, Freunden und Kunden zu telefonieren, ohne dass alle irgendwie mithören. Altes Problem auf einem Schiff. Nachdem ich einen trockenen Mund vom Quatschen habe, reißt es mich in den Motorraum. Es soll morgen losgehen über den Atlantik nach Faro und ein Öl- und Filterwechsel bei Hauptmaschine Johann ist dringend notwendig, bevor im schlechtesten Fall unendliche Motorstunden auf ihn zukommen. Diverse Reparaturen sind zu machen und zwischendurch die Ruhe geniessen und das ein- und andere Sagres Bier eiskalt zur Tiefenenspann ung. So ein Tag, genau so, hatte ich gebraucht.

Gestern sind wir dann endlich los. Das Vorwärts Eindampfen und dann Rückwärts um die Ecke im Uhrzeigersinn Manöver klappt wie geplant auf einen halben Meter genau nach einem sauberen Briefing was jeder zu tun hat. Auch das Anlegen an der Tanke ist mit 60 Fuß ohne Bugstrahl eben nicht ohne bei Seitenwind. Aber alles gut. Marco, der Tankwart stellt das Zählwerk von der Zapfsäule nach dem Tanken auf Null ohne sich den Wert zu merken und portugiesisch einigen wir uns auf 681L Diesel. Wir sind dann mal weg und nach fünf Schlägen zwischen Pico und Sao Jorege liegt Cabo Vicente an der Südküste Portugals an. Knapp 1000 Meilen. Ich vertiefe mich in meine Busuu Sprachenlern App.: 7 Tage um mein Portugiesisch soweit aufzufrischen, dass ich ich wenigstens die Basic Gespräche hinbekomme, gebe ich mir. MARLIN rauscht daher. Eine frische Brise treibt uns mit 9+ in die Nacht und ich verteile die ersten Pflaster hinters Ohr. „Alles gut. Morgen ist alles ganz normal für euch. “ Auch für mich ist die erste Nacht auf See immer die schwierigste und ich bekomme wenig Schlaf, weil ich aufpassen muss wie ein Luchs, dass mir keiner über Bord geht oder sich verletzt, wenn die Seebeine noch nicht da sind.

Zwischenzeitlich hat Hana schon das erste Etmal ausgerechnet und stolz sagt sie die magische Zahl: 190 Meilen Etmal. Na. Wenn das so bleibt sind wir schnell da, doch schon am Morgen ist der Wind plötzlich weg. Ob es der Windschatten von Sao Miguel ist? Wir passieren die Insel 40 Meilen nördlich. Bei den Kanaren ist es ja auch so, dass die Inseln sich bis weit draussen deutlich bemerkbar machen. Alles gut. Wir haben ihn wieder gefunden. Vollzeug steht. Faro liegt an. 9+ auf’m Tacho. Alles gut.




  • 12:00:00
  • 03.06.2018
  • 38°27.7013’N, 024°48.9008’W
  • 100°/ 8-9 kn
  • Atlantico
  • Sagres / Portugal
  • 25°C
  • 13 kn/ 210°
  • 1 m

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