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Wenn jeder Tag etwas ganz besonderes sein soll

Türkises Leben

Wer einmal die Diagnose „schwer krank“ mit einem entsprechend langen Aufenthalt in einer Klinik hatte, der lebt anders. Da soll jetzt jeder Tag ein bewußter Tag sein, jeder Tag etwas besonders. Die Akzeptanz sich mit Dingen und Problemen zu beschäftigen, die einen nicht interessieren oder weiterbringen, sinkt zum Teil im freien Fall. Das Leben ändert sich schon abrupt. Wir haben die beste Crew von allen bisher mit Cornelia und Gunther. Jung, motiviert, fast immer bester Laune und sympathisch. Hilfsbereit mit einem offenen Blick, wo es anzupacken gilt. Na. Was wollen wir mehr? Das passt.

Das Wochenende chillen wir gemeinsam. Jan und ich ziehen der Kite in den Himmel und holen uns beide einen tierischen Sonnenbrand. Nachweislich Fortschritte mache ich nicht, weil ich zum Schluß von Jan’s Zeit auch den Vortritt gebe um seine Kite Kontrolle zu verfestigen. Cornelia und Gunther erkunden mit SUP und Sonnenmilch die nähere Umgebung von Cayo Francisqui, unserem ZuHause für dieses Wochenende. Wir essen und trinken fürstlich, dazu gibt es alle zwei Stunden ein Gewitterschauer. Dann heißt es: „Fenster Zu!“ Fünf Minuten später: „Fenster Auf!“ Jedes Leben hat eben seine anderen Regeln.

Ausserdem ist es heiß. Mir kann es garnicht heiß genug sein. Die Wochenendvenezolaner lösen das Problem indem sie ihre Plastikstühle ins seichte Wasser stellen, ihre Drinks mitnehmen und bis zur Hüfte gekühlt im Wasser sitzen. Ein kleines aber schickes Restaurant, „Casa Marina“, liegt auf der Landspitze. Hier gibt es frischen Lobster, Spagetti mit Pulpo, Ceviche und verschiedene andere Leckereien. Etwa 30 Gäste tummeln sich hier und da. Also nicht ganz so voll wie auf Mallorca. Von der venezolanischen Wirtschaftskrise und das Menschen auf dem Festland verhungern, weil es keine Lebensmittel zu kaufen gibt, ist derzeit nichts zu merken, auf jeden Fall nicht hier.

Für uns naht schon wieder die Abreise von diesem paradiesischen Ort. Morgen vormittag haben wir einen Termin mit unserem Freddy, der uns nebst zwei Lagen Bier auch 300 Liter Diesel zum Schiff bringen will. Etw 10 Cent kostet der Diesel in Venezuela. Der Liter. Wir haben uns incl. Lieferung zum Boot auf 100€ geeinigt. WinWin nennt man so was in Deutschland. Dann geht es für weiter die 100 Meilen nach Bonaire.

+++ SAIL EXPEDITION +++
+++ 1.000 Meilen FASTSAIL Törn nach Cuba +++
+++ Atlantiküberquerung West-Ost. Noch ein Platz für eine weibliche Mitseglerin frei! +++
+++ Mittelmeer 2018 +++

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  • 23:30:00
  • 29.01.2018
  • 12°10.6314’N, 067°39.5884’W
  • 270°/ 9kn
  • Caribbean Sea
  • Bonaire / Caribbean Sea
  • 22°C
  • 90°/20kn
  • -m

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