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Die Affen rasen durch den Wald

Von Krokodilen, Flamingos und anderem Getier

Giovanni, Julio, David und Roberto leben derzeit hier auf der Insel und schauen nach dem Rechten. Vier Wochen sind sie hier, vier Wochen zu Hause auf der Isla Juventud. Leider bekommen sie in den vier Wochen zu Hause aber keinen Lohn, so dass sie, wie viele Kubaner, gleich mehrere Jobs haben. Hier auf der Insel müssen sie die Wanderwege vom Wildwuchs befreien, die Strände, an denen die Schildkröten ihre Eier ablegen, sauber halten und die Affen füttern. Affen? Affen gibt es eigentlich keine in Kuba, die, die sich hier irgendwo im Busch tummeln, wurden irgendwann aus Korea oder Afrika importiert, für Forschungszwecke. Haben wir gelesen und uns vorgestellt, dass hier ein paar Biologen in ihrer Hütte sitzen und das Verhalten der Affen studieren, doch wie ich heute von David erfahren habe, geht es um eine ganz andere Forschung. Die Affen werden für Tierversuche in der Krebs- und AIDS-Forschung eingesetzt, die Insel ist sozusagen ein natürliches Reservoir. Wann immer die Wissenschaftler aus Havanna Bedarf haben, schicken sie ein Boot und fangen eins der Tiere ein. Das haben die Affen wohl auch mitbekommen und sind mittlerweile so an ihre Umgebung in Kuba adaptiert, dass sie gar nicht mehr zur Fütterung erscheinen, da kann Maya noch soviel mit dem Hammer auf den alten Gastank schlagen, sie lassen sich nicht blicken. Zugegeben, die trockenen Pellets sind auch nichts, was mich aus einer Kokospalme locken würde.

Doch bevor wir die Kinder die Affen zum Essen rufen durften, haben wir uns selbst auf die Suche nach der hiesigen Fauna gemacht. Der Weg über die Insel ist beschwerlich, besteht sie doch komplett aus spitzem Korallengestein, hier auch Diente del Perro, Hundezahn, genannt. Das trifft es ganz gut, Flip-Flops empfehlen sich zumindest nicht als Schuhwerk. Im Inselinneren liegt eine große sumpfige Lagune. Ein Vogelparadies, Flamingos, Reiher, Gänse, Raubvögel erkennen wir, viele mehr verstecken sich im dichten Gestrüpp. Die Krokodile verstecken sich auch, ist ihnen zu heiß. Um ehrlich zu sein, ich bin ganz froh drüber, denn bei einer Krokodiljagd möchte ich nicht dabei sein. Auch die Jutias, eine Art Riesenkaninchen ohne Ohren, scheinen Davids Steinschleuder schon von weitem zu wittern und verkriechen sich in ihre Höhlen in den Steinen.

Während wir zwei Stunden durch den Busch gelaufen sind, hat Roberto, der Koch im Team, schon kubanischen Erbseneintopf, Reis und Fisch für alle gekocht. Sehr lecker. Wir revanchieren uns mit Schätzen aus der Bilge: Nudeln, Einmalrasierer, Bohnen, Gemüsekonserven, Mehl, Kaffee und Trinkwasser. Außerdem haben wir unseren Tiefkühlschrank zum Leben erweckt. Nach zwei Tagen Dauerlauf hat er nun 20 Liter Wasser in Kanistern und jede Menge Fisch und Muscheln 1a eingefroren und schaltet sogar von alleine ab. Das Fischverbot ist ab sofort aufgehoben, eine neue Ära beginnt in der Kombüse. Für Gott in Frankreich gab es heute Zitronengras-Lambi-Fisch-Kokosmilchcurry. Mag Lena nicht, aber der Rest der Familie. Mmmhhhh.






  • 20:22
  • 05.02.2014
  • 21°37.1858'N, 81°57.6926’W
  • -°/-kn
  • Cuba, Cayo del Rosario
  • Cuba, Cayo del Campo
  • 26.8°
  • N/6kn
  • 0m

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