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LAAAANNDFALLLLLL!

10:11
>>Hoer ma Natale! Da liegt doch glatt nen Wrack am Strand.<<
>>Ne. Ach Quatsch. Gib ma das Fernglas. Bloedsinn. Das ist ne alte Huette, steht doch auch im Lonley Planet!<<, Natale reicht mir das Glas noch mal zurueck.
>>Hoer auf. Dat is nen Wrack. Ganz frisch. Die sind aufs Riff drauf. Da gibt es bestimmt Schiffsbruechige.<< Die Lady wackelt sich langsam mit 4 Knoten zum Bestimmungsort, dem im Pacific Pilot III beschriebenen Ankerplatz.
>>Nathalie, das Wrack kenn ich. Das hab ich schon mal gesehen.<<, mir tun schon die Augen weh, sosehr konzentrierzt sich der Blick durch die dreckigen Glaeser. Ich nehm das Glas zwischen die Beine und putze die Glaeser mit dem T-Shirt sauber.
>>Nathalie. Hie schau doch mal. Die kennste auch.<<
>>Ne, wat? Sach blos. Dat is die Rapa Nui.<<
>>Die haben doch ihren Wharram umgestrichen und in OTONG JAWA umbenannt.<<
>>Dat is nicht wahr. Das ist der Hans mir seinen was weiss ich wie viel Soehnen und seiner Katrin.<<
Auf VHF16 ruft Natale die absolut verrueckteste Seglerfamilie, die uns je untergekommen ist:
>>Hey Hans. Alles klar? Was macht ihr den hier? Kann man da ankern? Oder liegt ihr auf dem Riff?<< Da segelt man ueber 2600 Meilen bis anz Ende der Welt auf die einsamste der einsamen Inseln und wer erwartet einen. Der Hans. Dat is nicht wahr. 20 Minuten spaeter ist der Anker auf 22 Meter gefallen. Natale kann den Grund sehen durch das blaueste Wasser was sie jemals in ihrem Leben gesehen hat… Den kaltgestellten Sekt trinken wir mit unseren nicht erwarteten Freunden, sind vollkommen ueberfordert, die drei Soehne spielen Verstecken in unserer Lady, das Blau des 20 Meter entfernten Riffs blitzelt immer wieder herueber. Am Strand Palmen, die bestimmt hier nicht endemisch hingehoeren, die Insel gruen zugewachsen, dass keiner auch nur eine Meile ins verwunschene Innere vordringen kann. Hans bringt zwei Zackenbarsche mit fuers Mittagsessen, frisch vom Boot aus geangelt, eine Woche sind sie schon hier, einen Monat waren sie auf den Osterinseln. Dafuer waren wir zu spaet dran. Aber was solls, wir haben ja noch unser ganzes Leben vor uns. Mit dreissig Knoten zieht gerade eine Regenfront ueber unsere Koepfe hinweg, prueft kurz ob wir unseren Anker auch an die richtige Stelle gelegt haben. In der Plicht warte ich ab, aber der Buegel haelt, wenn ich diesen Logbuchbericht geschrieben habe werde ich erst mal schnorcheln um bei 40 Meter? Sicht, den Sitz des Ankers auf dem Sandboden mit Steinen zu kontrollieren. Ankunft im Paradies. So hatten wir uns das zwar nicht vorgestellt, aber es sieht fantastisch aus. Der Weg, die Zeit, all die Huerden haben sich doch gelohnt. Ich freu mir grad nen Ast ab :-)

03:50 Kurz vor Ende der Reise nehmen wir noch mal unseren normalen Wach-Schlafrhythmus auf. Scheint noch im Koerper programmiert zu sein. Mitten in der Nacht bin ich hellwach, nachdem die erste Muedigkeit ueberwunden ist.
Henderson liegt noch 20 Seemeilen entfernt, wir haben den Kurs etwas noerdlich abgesteckt und schleichen uns vorsichtig im Dunkeln an. Mehr als Schleichen geht aber sowieso nicht. Der kraeftige Wind, der uns 24 Stunden begleitet hat, hat Richtung West gedreht und pustet nur noch ein kleines bisschen…

Haben gerade Nachricht bekommen, was die Ostereier auf den Gambier-Inseln, dem naechsten Ziel kosten. Bitte hinsetzen: 8,25 US-Dollar fuer 15, in Worten 15 normale kleine Eier. Ruehrei wird also ab heute zum Luxusartikel!!!
Mark, bitte Eipulver zum Backen aus Deutschland mitbringen!!!






  • 10:11
  • 19.04.2003
  • 24°20.91S, 128°20.99'W
  • Henderson Island
  • Pitcairn
  • 29,4°C
  • NO 2-3
  • 3 Schwell

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