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Frohe Ostern

16:06 Vor einer Woche hatten wir schon ueberhaupt nicht mehr damit gerechnet, an Ostern irgendetwas anderes zu tun ausser: Segeln.
Stattdessen liegen wir , zugegeben, etwas ungemuetlich, im Schwell vor Anker, und backen einen Hefezopf fuer das Fruehstueck auf der ONTONG JAVA.
Das Dinghi zu Wasser zu lassen, einzusteigen und rueberzufahren gleicht einem Abenteuer mit den 3 Metern Schwell, der sich teilweise sogar bricht.
Auch das Entern des Katamarans ist ein Kunsstueck.

Faul sitzen wir schliesslichn auf Polstern und Matten auf dem Deck, trinken Kaffee, essen Hefezopf, Wassermelone und frische Gurken. Es gibt sogar vier hartgekochte Eier, die letzten, die von den drei Jungs bemalt wurden. Richtig Ostern. Mag sich seltsam anhoeren, die Freude, den Genuss ueber ein halbes hartgekochtes Eier mit einer Scheibe Gurke, aber nach vier Wochen auf See gibt die Kueche einfach nicht mehr viel her… Da freut man sich ueber Kleinigkeiten. Oder ueber das Glas Johannisbeergelee, dass noch in irgendeiner Backskiste lagerte und von irgendeiner franzoesischen Kolonieinsel stammt.

Es wird erzaehlt, gequatscht, Fotos geguckt, Tristan, der mittlere der Drei zeigt mir seine gesamte Muschelsammlung nebst aller moeglichen Fundstuecke von den Osterinseln, abgebrochene Speerspitzen und aehnliches.
Paradies; sogar die Sonne laesst sich ab und zu blicken. Die Zeit hoert auf, es gibt nur noch endlose Zufriedenheit, Harmonie.

Gegen Mittag jedoch wird uns der Schwell zu ungemuetlich, der Wind hat auf NW gedreht und steht voll in die Bucht. Von weitem wird uns fast uebel, wenn wir die Lady so schaukeln und stampfen sehen. Also, zurueck zum Boot und verholen. Die Ostseite der Insel verspricht etwas angenehmer zu sein. Anker auf, und vorsichtig an der Kueste entlanggetuckert. Auf dem Weg, knapp eine halbe Stunde, haben wir drei Bisse auf der Angel, aergern uns zu Tode, dass sich alle drei wieder losreissen. Fisch muss es hier ohne Ende geben.
Gibt es auch. Kaum am Ankerplatz angekommen, haengt Micha den letzten fliegenden Fisch von der Reise an einen Haken und holt innerhalb von Sekunden einen kleinen Zackenbarsch raus. Der wiederum dient als Koeder fuer den naechtsten. Nach 15 Minuten muss ich Micha stoppen, zwei dicke Jackfische und einen kleinen Barsch hat er gefangen, im Fieber und Erfolgrausch koennten es sicher noch kiloweise mehr werden. Doch nicht nur Fische, auch Haie gibt es hier. Waehrend Micha den Jack anlandet sieht man schon vier kleinere Exemplare ihre Runde ziehen, zu spaet gekommen. Dieser gehoert uns!

Die Ostseite ist wirklich ruhiger, wir haben zudem das Gross ein Drittel gesetzt, um die Schaukelbewegungen abzufangen. So laesst es sich hervorragend aushalten. Um an Land zu gehen, ist der Schwell noch etwas hoch, doch wenn es sich weiter so beruhigt, werden wir wohl morgen anlanden und die Hoehle mit den menschlichen Skeletten, von denen Hans uns erzaehlt hat suchen!!!






  • 16:06
  • 20.04.2003
  • 24°20.68S, 128°18.23'W
  • Henderson Island
  • Pitcairn
  • 30°C
  • NW 4
  • 3 Schwell

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