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Moonwalker

22:18 Die Muecken haben wir doch glatt mitgenommen. Aus meiner ersten Wache stehe ich auf mit Bsssss… Scheissviecher.

Wir sind wieder auf See und alle laeuft, vor allen Dingen der Strom drueckt uns nach Westen. Wir passieren mit 10 Meilen Abstand die Insel Taenga und werden gegen Mitternacht wieder diskutieren ueber weitere Ziele. Makemo, Toau oder Motutapu? Wir wissen es selber nicht. Wie immer ist mir mumelig beim naechtlichen Segeln zwischen den Atollen. Aber da muessen wir eben durch.

Verletzte hat es heute auch schon gegeben. Ich habe mir beim Spalten einer jungen Palme zwecks Palmherzensnack, die Machete aufs Schinenbein gehauen. Bein ist noch dran und das Fraeulein Doctor hat den Centimeterschnitt wieder gerichtet. Privatbehandlung a la carte und erst jetzt faengt das Bein langsam an zu schwmerzen. Ach wo. Indianer spuert kein Schmerz.

Dann hoffen wir mal, dass der Wind nicht einschlaeft und wir weiter schoen durch die Mondnacht segeln koennen…

15:35 Der morgendliche Tauchgang lag wieder am Aussenriff von Raroia. Vorsichtig legen wir unseren Anker auf 15 Meter ab und goennen uns einen Tauchgang vom der LADY aus. Es geht steil runter ins unendliche, also um die tausend Meter. Sicht um die 20 Meter und an dieser Stelle mal weniger Korallen. Doch unsere Aufmerksamkeit gilt unseren mittauchenden Haifischflossen. Zur Begruessung gibt es den Weissspitzflossenhai, der relativ ruhig mit der ganzen Familie zu Besuch kommt und der etwas neugierigere Schwarzspitzflossenhai folgt in Kuerze. Um die Lady 30 Meter ueber mir sehe ich einen Grauhai seine Runden ziehen. Das relativ breite Maul ist typisch und keine zwei Minuten spaeter kommt er runter zu uns. Grauhaie sind schon etwas aggressiver. Kurz und knapp werden wir beschnuppert unsere ausgebreiteten Arme glatt ignoriert, der Grauhai zieht weiter seine Kreise. Ploetzlich faengt er an seine Brustflossen nach unten zu senken und wild irgendwelche Scheinangriffe auf einen Korallenblock zu fliegen. Echt schnell, wie diese Hai sich bewegen koennen, ich bin schwer beeindruckt und versuche Natale mit Fingersprache klar zu machen, dass es Zeit waere den Tauchgang abzubrechen, dass der Grauhai irgendwie einen schlechten Tag haette.

Zurueck zur gestrigen Nacht. Die Killermuecken haben sich entschieden, noch einen zweiten Angriff auf uns zu starten. Ganz tueckisch liessen sie uns bis ca. Mitternacht schlafen, um dann in verschaerfter Form saemtliche Koerperteile gleichzeitig anzugreifen.
Auch wenn Micha gestern noch behauptet hat, die Muecken liessen mich in Ruhe, all die juckenden Stiche strafen seine Worte Luegen.
Also, auch diese Nacht wieder bssss, bssss, bsssss, bis wir schliesslich entnervt den Rueckzug antreten. Decken und Kissen unter dem Arm ziehen wir aufs Vordeck, ich in die Haengematte, Micha auf den Boden, wegen seines Rueckens. Statt Killermuecken nun Diskolichter, denn um uns sind lauter beleuchtete Tonnen und Bojen in gruen und rot und weiss, froehlich blinkend in unterschiedlichen Abstaenden. Doch irgendwann siegt die Muedigkeit und wir schlafen ein.
Seit heute nacht sehe ich dann endgueltig so aus, als haette ich einen akuten Masernanfall. Zaehlen lohnt nicht, allein auf dem linken Fuss hab ich 20 Mueckenstiche.






  • 15:35
  • 18.06.2003
  • 16°02.34 142°28.25'W, 0
  • Raroia
  • Makemo
  • 30°C
  • SE 3
  • 1

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