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Observatorio Mamalluca

Zweiter Versuch

Nach zwei Tagen Verschnaufen in Antofagasta mit heisser Dusche und zivilisierter Küche sind wir wir wieder auf dem Weg nach Süden, nach Hause. Das Reisen per Auto, das doch soviel schneller ist, als das gemächliche Tempo der Lady, zehrt an unseren Nerven. Alle freuen sich auf zu Hause, auf die eigenen, vier, wenn auch wackelnden Wände, den festen Bordrechner, die Playmobilkiste, andere Bücher und vor allem auf die Bordroutine. Museen, Kirchen, und andere Sehenswürdigkeiten interessieren uns nur noch am Rande, wir wollen Meilen machen. Doch ein paar Ausnahmen gibt es natürlich noch.

Die erste heisst Mamalluca und ist das Observatorium, dass wir auf der Hinfahrt schweren Herzens ausfallen lassen mussten, da einer der wenigen Wolkennächte im Jahr heraufgezogen war. Vier Tage vor Vollmond sind die Bedingungen zwar aufgrund der Helligkeit, über die wir uns beim Segeln immer freuen, nicht ideal, dafür ist der Himmel wolkenfrei. Um halb neun werden wir in der kleinen Stadt Vicuña in Busse verfrachtet und zur Sternwarte gebracht. Die Sternwarte ist rein auf Tourismus ausgelegt, geforscht wird überall in der Umgebung mit VLTs (very large telescope) und demnächst sogar ELTs (extremely large telescope). 30% aller Teleskope der Welt stehen in Chile, und wer den klaren Himmeln über der Wüste hier jemals gesehen hat, weiß warum. Superlative gibt es in Mamalluca nicht, aber wir sind ja auch keine Hobbyastronomen und sind schon froh, wenn wir hier unten im Süden den Skorpion, Orion und das Kreuz des Südens finden können.

Mit Hilfe unseres enthusiastischen Führers blicken wir vier das erste mal durch ein Teleskop und erwischen gerade noch Saturn mit bunten Ringen und einem Mond, bevor er untergeht, dann Mars und ein paar Sterne. Doch am beeindruckendsten ist die Vergrößerung des Mondes, jeden Krater können wir erkennen, die Oberfläche leuchtet so hell, dass man fast geblendet wird. Unser Führer zeigt uns die Stelle, wo Neil Armstrong einst seine Fahne platzierte, sehen können wir sie nicht, aber das muß ja nichts heissen.

Die Führung endet mit einem Vortrag über die verschiedenen Sternenbilder der südlichen Hemisphäre und einer schlafenden Lena auf dem Schoß. Halb 12 ist eben doch keine Kinderzeit mehr, Maya hält sich wacker und schläft erst in dem Moment ein, als ihr Kopf im Hotel aufs Kissen fällt.






  • 23:54
  • 25.09.2012
  • 30°02.0010'S, 070°42.5727’W
  • By Car / South
  • Vicuña / Chile
  • Puerto Montt
  • 14°
  • 0 kn
  • 0 m

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