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Bleierne See

Und wieder ein paar Meilen Nord

Noch immer ist das Wasser spiegelglatt, ein strahlendblauer Himmel über uns. Doch nach dem Frühstück verabschiedet sich Maya mit plötzlichem Fieber in ihre Koje, womit sämtliche weitere Inselerkundungspläne für den heutigen Tag gestorben sind. Kind krank, und ab morgen Nachmittag eine Nordwindperiode für mehrere Tage angesagt, da müssen wir nicht zweimal überlegen. Motor an und los. Fieber wegschlafen kann man noch viel besser, wenn Johann im Kiel schnurrt und die Motorheizung eine wohlige Wärme im Schiff verteilt. Lena macht sich nützlich und erledigt den Spülkram, Ersatz für da geliebte Plantschen in der Badewanne, mutmaßt Micha. Die See ist weiterhin bleiern, an Backbord und Steuerbord ziehen Pinguine und Kormorane vorbei, am Horizont tauchen die ersten zarten Cirruswolken auf, wie Zuckerwatte, Vorboten der nahenden Front. Im Osten sehen wir die Gebirgszüge der Anden, schneebedeckte Gipfel, wunderschön.

Am späten Nachmittag erreichen wir unser Tagesziel, zwischen den Salmoneras und Austerfarmen suchen wir nach einem geeigneten Ankerplatz. Bis zu 7 Meter Tidenhub werden hier verzeichnet. Mit dem Blick aufs Echolot finden wir ein geeignetes Plätzchen und lassen 40 Meter Kette auf 10 Meter Tiefe fallen. Rückwärtsgang und einfahren. Doch selbst mit leichter Kraft rückwärts ziehen wir unseren Anker nur ruckelnd über die Steine, mehr als 10 Knoten Wind und wir sind hier nicht mehr sicher. Das Problem hatten wir schon in Anihue. Der Meeresgrund in den nördlichen Buchten von Chiloe scheint nur aus Felsplatten mit ein bisschen Kiesstreuseln zu bestehen, kein Sand, kein Schlamm, kein Meeresboden, in den sich ein Anker eingraben könnte. Glücklicherweise finden wir eine starke Mouring, vermutlich für die Arbeitsboote der Salmonera, die gerade nicht in Gebrauch ist. Besser eine Mouring leihen, als heute Nacht in den Aufzuchtnetzen der Lachse zu hängen, beschließen wir und legen den 40 mm Tampen der Boje über unsere Klampe. Wie gut, dass unser Voreigner so überdimensionierte Klampen an den Stahlrumpf geschweißt hat. Sicher vertäut für die kommende Nacht und morgen geht es weiter Richtung Festland. Maya taucht pünktlich zum Abendessen wieder aus ihrer Koje auf, das Fieber ist weggeschlafen, die Energie zurückgekehrt.






  • 22:39:00
  • 12.05.2012
  • 41°53.8300'S, 073°30.0600W
  • Mouring
  • Puerto Huihue/ Isla Chiloe / Chile
  • Puerto Montt / Chile
  • 09°/ 1015 hpa
  • 5kn, N
  • 0m

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