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Flußfahrt

Zurück in Argentinien

Bekanntlich hatten wir auf der Einfahrt nach Carmelo im Kanal zweimal Bodenkontakt, was nicht gerade zur Beruhigung der Skipper dient. Als wir heute morgen aus dem Fenster schauen, sehen wir auf den ersten Blick, dass der Wasserstand um bestimmt einen halben Meter gestiegen ist, keine Frage, heute laufen wir aus. Prefectura, Hydrographia erledigen wir am Morgen, um 12 kommt die Dame von der Immigration mit ihrem Moped angedüst und gibt uns die fehlenden Stempel in den Pass. Sie ist übrigens die erste, die ich hier in Uruguay mit einem Helm sehe. Diesmal ist auch der Kanal kein Problem, wir fahren streng den nördlichen Tonnenstrich, wie empfohlen, und kommen ungeschoren in tiefes Wasser.

Auf der anderen Seite des Rio de la Plata liegt Argentinien, hier keine 5 Meilen entfernt, wir kreuzen das Fahrwasser, biegen im Rio Parana Guazu gleich links ab und legen an der Grenzstation an. Die Grenzstation ist mal wieder die Prefectura Naval, mitten im Nirgendwo des Deltas ohne Straße, nur über den Wasserweg zu erreichen, sind ein paar Beamte stationiert. Wieder Stempel und Unterschriften. Unterschriften sind in Lateinamerika sehr wichtig. Zwei Vornamen und der Nachname werden kunstvoll, Schleife für Schleife ineinander geschrieben. Ich dachte immer Micha hätte eine kunstvolle, zelebrierte Geschäftsführerunterschrift, aber mit der Unterschrift, die der Prefecturist, der noch grün hinter den Ohren ist, unterschreibt, kann man Staatsurkunden unterschreiben. Unsere Papierkarte des Deltas haben wir leider beim Rückzug auf die Lady im Taxi liegengelassen und unsere elektronischen Karten sind nur bedingt zu gebrauchen. Wenn wir weiterfahren wollen, brauchen wir also Hilfe. Auch die bekommen wir hier. Schnell wird der erfahrende Seemann geholt, wir dürfen in die heiligen Hallen der Prefectura und bekommen eine kurze Einführung über die schiffbaren Flüsse vor einer großen nautischen Karte. Schnell noch ein Foto und weiter geht’s.

Jegliche Versuche, die Kinder heute für die Natur um sie herum zu begeistern, schlagen heute fehl, Marcia ist wichtiger und muss sämtliche Bücher, Spielzeuge und Schätze präsentiert bekommen. Kommuniziert wird in einem wilden Gemisch aus Englisch, Deutsch und Spanisch, was einwandfrei funktioniert. Ein seltsames Gefühl, Micha und ich alleine im Cockpit, Zeit für Fotos, Zeit für Filme, für die Navigation ohne ständig unterbrochen zu werden. Und zu gucken gibt es genug, zwischen all dem Grün der Mangroven und des Schilfes tauchen immer wieder kleine Stege und Häuser auf Stelzen auf. Teilweise bewohnt, teilweise idyllische Wochenendhäuser, irgendwelcher Wohlhabenden aus Buenos Aires. Es ist ruhig hier, alle halbe Stunde kommt uns ein Schiff entgegen, sonst nichts. Der Anker fällt am Flussufer vor einer alte ausgedienten Fabrik, was die wohl hergestellten haben? Ruhe in Dosen?

Micha hat den ICOM Transceiver mit irgendeinem Trick zumindest wieder so hinbekommen, dass er manchmal startet und e-mail überträgt. Wie er das gemacht hat verrät er nicht. Aber repariert muss er wohl trotzdem werden. Schade.






  • 19:09:00
  • 17.10.2011
  • 34°06.5379'S, 058°34.3323'W
  • 0°/0kn
  • Rio Parana Mini / Argentinien
  • Barlovento / Argentinien
  • 20°
  • 08 kn SE
  • 0 m

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