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Tiefgang

Tiefgang

18:15 So langsam verschwinden eimerweise Antifouling, fluessige Goldreserven und kistenweise Rot- und Weisswein im Bauch der Lady. Es regnet nicht mehr ganz so viel und wir bekommen immer mehr Tiefgang. Oben wie unten. Reichlich nervoes sind wir vor den bevorstehenden, laecherlichen 21 Meilen in einen neuen Ozean. Is klar. Am Anfang wollten unbedingt alle mit, jetzt springen uns die vier benoetigten Leinenhaendler so langsam alle wieder ab. Is ja immer so. Aber wir finden dann doch immer noch wieder neue Helfer. Da melden sich gerade zwei daenische Rucksacktouristen ueber Funk und schon sieht alles wieder anders aus.

Colon ist der wichtigste Knotenpunkt auf der Welt fuer die Seeschifffahrt. Beeindruckend wie viele Megafrachter jede Stunde an uns vorbeirauschen. Hoffentlich sprengt Ben Laden das Ding nicht irgendwann in die Luft, dann waere es naemlich ziemlich Essig mit den Toyotas in Europa. Die Panamesen haben bekanntlich seit kurzen die Verwaltung von den Amis uebernommen und gelernt, dass Gelddrucken gar nicht so schwer ist. Aeltere Segler erzaehlen von 50 Dollar Kanalgebuehr. Unter 600 ist da nix mehr zu machen. Fette Welt denken sich die Panamesen. Das von den Frachtern viel runterfaellt und ohne Zoll und Steuer verscherbelt wird ist ja auch logisch. In Europa sind die Krankenkassen am Ende und hier rollt der Rubel. Auch der gute alte Panama Canal Yachtclub wird bald abgerissen, die ehemalig Marinebasis auf der anderen Seite der Bucht als Marina ausgebaut und in der Linton Bay kommt auch so nen Teil hin. Millionen werden investiert, die vorher korrupt erwirtschaftet werden. Wenn die Marina dann fertig ist wird der A
Der Rubel rollt. Wo frueher 50 Yachten im Jahr in den Pazifik abgelaufen sind, da sind es heute 3000. Und da will sich Panama auch ne Scheibe von abschneiden. Die Gringos sind dumm und haben Geld wie Heu. Denken die sich. Kann man denen ja auch nicht veruebeln. Wir passen da mit unserem Low Buget nicht rein und verhandeln bei jeder Taxifahrt den letzten Cent raus. Ohne Taxi wird man von den ganz Armen ueberfallen. Was bleibt? Nix wie weg hier. Wo ein Segelmast steht, stehen nach ein paar Wochen zehn, die Locals fangen an Business zu machen und aus dem Traum von Freiheit wird Massentourismus. Ob das alles im Pazifik besser wird? Liebenswerte Menschen wie auf den kapverdischen Inseln? Oder wird aus dem Traum ein Albtraum, aus einem Dollar fuer eine Stunde Internetcafe 30 Dollar, so wie es ueber Seglerfunk und Mail verbreitet wird. Langsam fahre ich mit dem Finger ueber die Weltkarte, suchend nach den Inseln wo all die Geschichten ueber Seglertraeume noch wahr sein koennten. Dann denke ich nach, wie viele Traeum



  • 18:15
  • 26.11.2002
  • 09°20°95, 079°54.19'W
  • Colon/Panama
  • -
  • 26°C
  • NW 2-3
  • 1

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