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Karibische Schärfe

Marktbesuch

Die Bienen sind endgültig ausgeflogen, die Reste der Vogelnester ins schlammbraune Flusswasser gespült, nichts erschwert mehr die Decksarbeit, so dass wir uns mit rasanten Schritten dem großen Augenblick nähern, wo wir endlich ein Segel hochziehen können. Unsere letzten beiden Koffer haben wir gestern auch aus dem Lost and Found Büro abgeholt. Die kostbare Tasche mit den Sommerklamotten, dem Moskitonetz und der gesamten Playmobilsammlung – erleichtertes Aufatmen bei den Leichtmatrosen.

Und so beschließen wir heute, den Tag schon ab 11 Uhr Tag sein zu lassen und auf den Zentralmarkt von Paramaribo zu fahren. Es ist heiß, wie immer und in der Fisch- und Fleischhalle empfängt uns der typisch süßliche Marktgeruch der Tropen, den ich schon längst vergessen hatte. Die Gemüsefrauen bauen hübsche Türmchen aus Tomaten, Mangos, Rambutan, Guaven und anderen Früchten, deren Namen wir nicht kennen. Möhren gibt es auch, aber die kommen aus Kanada und kosten ein Vermögen.

Ganz klar, hier in Surinam müssen wir unsere Speisekarte komplett umstellen. Scharf mögen wir alle, außer den Kindern und so lasse ich mir von einem Inder die hiesigen Chilisorten erklären. Ziemlich harmlos sehen sie aus, nicht diese kleinen grünen Chilis aus Thailand, die schon beim angucken ein leichtes Brennen aus der Zungenspitze verursachen. “Yellow is very sweet, ‘Mam’, no hot, no Problem, verrrry sweet”, versichert mir der gute Mann, doch bei verrrrrry mit lang gerolltem R hätte ich wohl schon hellhörig werden müssen. Bei der Zubereitung des Mangochutneys für das Abendessen wandert eine kleine, harmlose, gelbe Schote kleingehackt in die heiße Pfanne – und die gesamte Crew nimmt hustend Reißaus, nur ich muss die Stellung halten, bin ja schließlich der Küchenchef. Verrrry Sweet, verstehe. Ein kurzer Ausflug ins Internet zum Thema Scoville Einheiten verrät uns auch gleich, womit wir es zu tun haben. Adjuma, so heißt die surinamesische Variante aus der Familie des capsicum chinense, bekannt durch seine außergewöhnliche Schärfe.

Wie gut, dass ich jetzt Bescheid weiß, auf meiner Einkaufsliste stehen auf jeden Fall Küchenhandschuhe, denn meine linke Hand brennt fünf Stunden nach dem Chilihacken immer noch so, als hätte ich mal eben ins kochende Spaghettiwasser gegriffen. Teufelszeug, aber unglaublich lecker.






  • 22:14
  • 20.02.2013
  • 05°39.5374'N, 055°03.8481’W
  • -
  • Paramaribo/Surinam
  • Trinidad
  • 28°
  • 0 kn
  • 0 m

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