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Deckwork

Meter für Meter Progress

Ohne Julian würde gar nichts gehen. Sämtliches laufendes Gut ist grün von den sechs Jahren an der Mouring und kann nur mit dem Hochdruckreiniger vom grünen Mief befreit werden. Jeder einzelner Tampen muss demontiert werden und Dezimeter für Dezimeter abgestrahlt werden. Eine unglaublich zeitaufwendige, nervenzerreibende Fleißaufgabe, die weitestgehend Julian übernimmt. Der Hochdruckreiniger läuft den ganzen Tag. Wir sind noch weit entfernt vom Ende. Hunderte Meter Tampen sind auf der MARLIN verlegt.

Der Tag beginnt erst einmal mit Frust, denn die Bienen schwirren immer noch um die Mastspitze. Wir rufen noch mal den Imker, der aber wegen angeblicher Autoprobleme auf sich warten lässt. Es regnet sich ein und die Stimmung an Bord ist eher down als hoch. Die Bienen schwirren um den Mast, im Cockpit, an Arbeiten an Deck ist nicht zu denken. Dann kommt eine frische Briese auf und die Bienen sind weg. Vorsichtig setzte ich ein Fall durch. Keine Stukas, keine Angriffe. Das Innere des Mastes ist tot. Es sind mehr die überlebenden Bienen der gestrigen Giftbehandlung, die ihr „altes“ Zuhause wieder aufsuchen wollen. In den Mast gehen sie aber nicht mehr. Und so trauen wir uns Minute für Minute immer mutiger an Deck unseres Heims und fangen an die notwendigen Reinigungsarbeiten durchzuführen. Wir werden Herr der Lage.

Das Reffsytem der MARLIN ist noch etwas unklar. Hochprofessionell, weit schwieriger als bei der LADY. Und so ziehe ich Reffleine für Reffleine heraus und mit den Leinen, eins, zwei , drei Vogelnester. Leben tut hier nichts mehr, es ist einfach nur ein unglaublicher Dreck, der sich über das Deck verteilt. Baumniederholer demontieren, Baum hoch, Baum runter winschen, im Baum liegen die sechs Latten des Großsegels, eine komplizierter Unterliegstrecker. Die Sonne kommt raus und brennt uns aufs Haupt. „Brrrrr“, der Kärcher röhrt. Wir haben echt wieder Glück gehabt mit der Marina. Nicht ganz billig, aber wir haben einen riesigen Steg, ganz für uns alleine, den wir zum Arbeiten nutzen. Strom und Wasser ist inklusive. Gut so. So macht sich das ganze bezahlt. Nebenbei macht Nathalie Schule, ich repariere das Abwassersystem der vorderen Dusche. Die Pumpen sind fratze, also Beipass in einen bisher ungenutzen Grauwassertank, dessen Außerbord Pumpe wenigstens beruhigend brummt. Langsam, aber sicher verstehen wir das unglaubliche Leitungssystem, dutzende von Hähnen...

Der Tag war echt wieder hart, mir fallen jetzt die Augen beim Schreiben zu. Ich glaube ich gehe mal lieber in die Koje. Gute Nacht!



  • 21:25
  • 19.02.2013
  • 05°39.5374'N, 055°03.8481’W
  • -
  • Waterland Marina / Paramaribo / Suriname
  • Trinidad
  • 28° / day and night long / 99% Hum
  • 0-15 kn / NE
  • 0 m

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