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Verrrry dangerous, them bees!

Kammerjäger gefunden

Them Bees, wie man hier in der Karibik sagt, bringen unseren Tagesablauf arg durcheinander. Winston durfte gestern abend nicht in den Mast, vernünftigerweise, denn ohne Schutzanzug ist das wirklich kein Spass. Dafür hat sich die gute Fee Miriam von der Waterland Marina heute ans Telefon geklemmt und einen Imker besorgt, der gegen Mittag bei uns eintrifft, bewaffnet mit Anzug und Insektenvernichtungsmittel. Kritisch wir die Lage betrachtet, der Assistent zwängt sich bei dreissig Grad in die Montur, den Bootsmannsstuhl und die Sicherheitsleine, doch schon als Micha nur die Dirk löst und ein bisschen am Mast rappelt kommt der Schwarm im Sturzflug auf alles Anwesenden zugeschossen. Micha schließt sich im Boot ein, alle anderen rennen, Imkerchef inklusive.

Eine halbe Stunde spätere haben sich die Viecher wieder beruhigt. Der Chef plaudert aus dem Nähkästchen und erzählt uns in blumig-karibischem Englisch mit viel schauspielerischem Talent sämtliche Geschichten über “them bees” mit tödlichem Ausgang, die er so kennt. Tänzelnd huscht er über den Steg und mimt die überraschte Ehefrau, die ihren Göttergatten tot im Wohnzimmer auffindet, Opfer brasilianischer Killerwespen. Es wäre komisch, wenn die Finger nicht gerade in unserem Mast leben würden. Die ganze Aktion wird auf jeden Fall abgeblasen, zu gefährlich, warten auf die Dunkelheit ist mal wieder der Trick.

Währenddessen können wir uns dem eigentlichen Hauptanliegen des Tages widmen, den Julian hat heute Geburtstag und wird endlich richtig volljährig. In bewährter Maya-Lena Tradition darf er den ganzen Tag mit einer Papierkrone mit dicker 21 drauf durch die Gegend laufen und nach ein paar Fahrten zum Gasmann funktioniert auch endlich der Herd soweit, dass es ein vernünftiges Essen inklusive Geburtstagskuchen gibt.

Und abends wird es spannend, der Imkertrupp rückt erneut mit seinem Jeep an, diesmal mit einem, zweiten Anzug für Micha im Gepäck. Sämtliche Lichter der Marina werden gelöscht, alle Bewohner in ein Haus am Eingang, weit weg von der Steganlage, evakuiert und los geht es. Wie paralysiert sind die Wespen in der Nacht, keine einzige greift an, als Micha den vermummten Assistenten über zwanzig Meter hoch in den Mast winscht und er seine Chemiekeule in die Öffnungen sprüht. Besiegt fallen sie zu Boden, das ganze Deck ist übersäht mit toten Bienen. Bleibt zu hoffen, dass wirklich alle erwischt wurden und wir morgen endlich mit der Arbeit an den Fallen und den Segeln beginnen können.






  • 21:42
  • 18.02.2013
  • 05°39.5374'N, 055°03.8481’W
  • -
  • Waterland Marina / Paramaribo / Suriname
  • Trinidad
  • 28° / day and night long / 99% Hum
  • 0-10 kn / NE
  • 0 m

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