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Wüste Atacama – Der reinste Steinwahn

Altschulden

Ein Thema, das wir ja selten ansprechen ist die Frage nach dem Weg. Auch wenn wir grade im Moment im Jeep durch die Wüste fahren, so sind grade an solchen Abenden wie heute, unsere Pläne für die Zukunft ja doch viele näher als sonst. Mit Maya und Lena mache ich eine kleine Nachtwanderung zwischen den Felsen, der Pazifik tost wild auf die Patches aus weißem Sand und wir schauen bei Halbmond zu wie das Kreuz des Südens den Heimweg zur LADY beschreibt. Hier, am Strand des Nationalparks, Pan de Azucar, am offenen Horizont, sehe ich im Geiste die LADY mit uns nach Norden segeln. Jetzt grade in dem Moment könnten wir alle drin sitzen, Abend essen und der Südostwind würde uns mit gemütlichen fünf Knoten die Küste hochblasen Richtung was? Panamakanal? Und dann? Süßes Deutschland? Doch nach Jahren der Ferne irgendwann in Cuxhaven einlaufen oder sogar den Rhein hoch. Ganz schön romantische Vorstellung.

Nathalie hat es erwischt, eine dicke Erkältung mit verstopfter Nase und Niesen ohne Ende. Hatte ich vor ein paar Tagen auch. Dementsprechend, ist sie heute etwas stachelig. Passt aber zur Umgebung, hier ist alles etwas stachelig, trocken und man muss schon die Augen aufmachen um in der Mondlandschaft die kleinen Schönheiten zu entdecken. Die Wüste ist großartig, erinnert mich wahnsinnig an den kargen Süden der Insel El Hierro. Am offenen Strand gibt es Grillplätze. Wie alles in Chile, nicht billig. Muss mal gesagt werden: Chile ist vom Preisniveau ohne weiteres mit Deutschland zu vergleichen. Und wenn dann noch die teuren Ersatzfenster von Toyota hinzukommen, tsst… Aber egal, dafür sind wir quasi allein, haben den Strand und die Natur für uns. Und die ganze Wüste sowieso.

Was ein bisschen fehlt ist einfach die Zeit. Das Reisen mit Maya und Lena ist wunderschön, aber durch die Schule und das ständige Exklusiv – Kinderförderprogramm, dazu der Wust an Mails und Punkten auf der ToDo Liste, kommen einfach andere Dinge zu kurz. Die Beziehung der Eltern sowieso, aber das scheint wohl normal zu sein, die Zeit zum Arbeiten, zum Fotografieren, auswerten und dokumentieren, denn wir haben ja eigentlich auch noch den Anspruch produktiv zu sein und am Ende ein Produkt, ein neues Buch zu schreiben. Tja, ja und die Reise mit dem Toyota ist dann eben doch ein bisschen schnell und oberflächig vorbereitet angegangen worden. Die Stromversorgung für PC und Technik hinkt und zwei von vier 12V Steckdosen sind durchgebrannt, die Sicherungen sind alle o.k. Wir haben kein Wagenheber mit und kein Verbandskasten, wie wir heute feststellen mussten und so geht die Liste weiter. O.K. Nix Wildes, aber im Falle eines Falles eben doch. Das mit dem Wagenheber haben wir dann heute mal gefixt.

Auf der LADY ist eben alles da. Vor allen Dingen viel Werkzeug um was zu reparieren. Auf der anderen Seite lernen wir, also auch Maya und Lena, aber auch mal wieder viel dazu, was uns im Moment gar nicht so wichtig erscheint – Improvisieren. Aber dazu mehr am Wochenende. Jetzt ist erst mal wieder die Batterie vom MAC leer. Internet gibt es hier sowieso nicht, dazu müssen wir morgen erst auf den Berg fahren, um den nächsten Mobilfunkknotenpunkt zu erreichen.






  • 20:15:00
  • 26.07.2012
  • 26°09.0221'S, 070°40.0475’W
  • By Car / North
  • Wüste ATACAMA / Caleta Pan de Azuca
  • Peru
  • 13°
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