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Der Koffer

Was lange währt wird endlich gut.

Kaum zu glauben, schon gestern Nachmittag erreicht uns eine Mail, dass unser Koffer in London (wie kommt er denn dahin?) entdeckt wurde und morgen nach Buenos Aires verschifft, nein - verflogen werden soll. Soweit, so gut, denken wir, das haben wir doch schon einmal gehört. Doch tatsächlich, schon am Vormittag erreicht uns heute ein Anruf des Fahrers, der unser Gepäck im Wagen hat. Die Roller, der Werkzeugkoffer, der neue Willi Wiberg , die Düsseldorfabschieds-T-Shirts der Kinder und unser Abschiedsgeschenk, gesammelte Loriotwerke auf DVD sind auf der Lady eingetroffen. Mein Optimismus war wohl doch nicht fehl am Platz.

Ansonsten beginnen wir langsam eine Werftroutine zu entwickeln. Morgens radelt Micha schon mal vor, um ohne die bremsende Familie am Bein etwas zu schaffen. Wir machen derzeit Schule und trudeln irgendwann, ganz argentinisch, zwischen 2 und 3 auf der Werft ein. Maya und Lena sind ganz heiß aufs Arbeiten, denn heute dürfen sie endlich streichen. Alte T-Shirts von Papa als Arbeitskleidung, Socken von Mama als Schutz über die Schuhe und los geht’s. Mit viel Ernst und Eifer sind sie bei der Sache, bis auch das letzte Brett aus der Kinderkabine im Schutz der dicken Lady gestrichen ist.

Fehlt nur noch das Abenteuer Heimfahrt. Gestern 1 Stunde aufs Taxi gewartet. Mal sehen, was uns heute blüht, denn schon gegen 5 Uhr waren verdächtige Geräusche aus der Richtung River Plate zu hören, dem großen Stadion in dem auch Konzerte veranstaltet werden. Man muss sich das so vorstellen: Zwischen der Marina und dem Rest der Stadt liegt die große 4 – 8 spurige (Die Spuren hängen nicht von der Bemalung, sondern von dem Fahrverhalten der Argentinier ab) Autopista, die den Zugangsverkehr aus dem Norden in die Stadt befördert. Unser Appartement liegt natürlich jenseits dieser Straße. Zum Glück gibt es eine Brücke, direkt am Club, die über diese Piste führt, vorbei am Stadion River Plate bis ins Zentrum von Belgrano. Der kürzeste Weg dauert mit dem Auto maximal 5 Minuten, mit dem Fahrrad 10. Doch heute spielt Ricky Martin (Un, dos, tres, un pacido por adelante, Maria, lalalalala) im Stadion. Und die Brücke ist – gesperrt. Natürlich. Darf keiner vorfahren mit dem Taxi, direkt zu Ricky. Der ist nämlich ein Gott hier. Aber in Düsseldorf darf auch niemand mit dem Auto nach Oberkassel, wenn Kirmes ist, müssen wir also Verständnis für haben. Haben wir auch. 30 Minuten gurkt unser Taxifahrer mit uns kreuz und quer durch Belgrano, vorbei an Horden von Teenagern auf dem Weg zu Ricky. „Hay que tener patiencia, senora!“, sagt er. Man muss Geduld haben. Ja, die entwickele ich gerade wieder, und werde sie wohl noch öfter brauchen.



  • 22:50:00
  • 16.09.2011
  • 34°32.3023'S, 058°27.1175'W
  • 0°/0kn
  • Buenos Aires / Argentinia
  • Rosario / Argentinia
  • 20

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